altemaelze

Dancing into Oblivion

White Stones

Wer auf eine Mischung aus Free Jazz, Frank Zappa, Deicide, Death, Atheist und auch VoiVod steht und kein Problem mit sehr anstrengende Songstrukturen hat, wo mehrmals Haken geschlagen werden, der ist hier richtig.

Mit „Dancing into Oblivion” veröffentlicht die Band White Stones ihr zweites Album. Zu hören gibt es Musik, die nicht für jedermanns Ohren geeignet ist. Der bekannteste Mann hier ist Bandgründer Martin Mendez, der seine Brötchen sonst bei Opeth verdient und hier Bass und Gitarre bedient.  Am ehesten einzuordnen als ‚progressive, free jazz, technical Death Metal‘ – es gibt jazzige Gitarrenpassagen, mal coole, mal schräge Soli, die an aktuelle Deicide erinnern, Growls, die leider ziemlich gleichförmig daher kommen und ein leicht muffiger Sound. Die fünf Songs (die restlichen drei Titel sind ein Intro, Outro und ein akustisches Gitarrenzwischenspiel) sind alle recht lang gehalten und die Band mag ausgedehnte ruhige Intros. Bei „Iron Titans“ dachte ich zuerst es wäre ein Instrumental, bis dann nach fast drei Minuten dann doch noch ein Song anfing. „To lie or to die“ könnte auch auf einem VoiVod Album der 80er Jahre stehen und beim mit über neun Minuten längsten Track „Freedom in Captivty“ hätte Frank Zappa der 70er Jahre seine Finger im Spiel, wenn er noch leben würde ob der extrem schrägen Gitarrenarbeit. Wer also auf eine Mischung aus eben Free Jazz, Frank Zappa, Deicide, Death, Atheist und auch VoiVod steht und kein Problem mit sehr anstrengende Songstrukturen hat, wo mehrmals Haken geschlagen werden, der ist hier richtig. Technisch gesehen wären es sechs Punkte, so aber reicht es nur für vier Punkte, da es mir dann doch auf Dauer (trotz der Kürze von nur 35 Minuten) zu anstrengend wird. Wer es dennoch wagt sollte erst mal bei YouTube die Videos zu „New Age of Dark“ und „Chain of Command“ checken. (Nuclear Blast) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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