altemaelze

The Weight Of Man

Ray Wilson

Mit „The weight of man“ ist ihm nun ein Ausnahmealbum mit (fast ausschließlich) eigenem Material gelungen!

Da Ray Wilson in seinen Konzerten sehr viele (hochklassige!) Interpretationen bekannter Songs, meist von Genesis und aus deren Umfeld, spielt, ist wohl vielen nicht bewusst, welch grandioser Musiker dieser Mann ist. Damit meine nicht nur seine packenden Solo-Versionen der Genesis-Songs aus dem blutleeren Album „Calling all stations“, sondern vor allem seine eigenen Lieder. Und mit „The weight of man“ ist ihm nun ein Ausnahmealbum mit (fast ausschließlich) eigenem Material gelungen – dabei waren auch seine bisherigen Solo-, Cut- und Stiltskin-Alben beileibe durchweg sehr gut! Etwas düster, aber keinesfalls depressiv sind die meisten Songs geraten, was aber der Zeit geschuldet ist, in der wir leben. Musikalisch bietet Wilson überwiegend Progrock mit vielen Ideen und abwechslungsreichen Arrangements. Verhalten startet „You could have been someone“ und mit „Mother Earth“ und Mark-Knopfler-Gitarrensound geht es packend weiter. Kein Song, der nicht abwechslungsreich und dynamisch arrangiert ist und deshalb immer wieder zum Hören animiert. Die Ballade „Almost famous“ ist am schnellsten zugänglich und brilliert mit einer eingängigen Melodie. Mit „Amelia“ ist Ray Wilson gar ein Prog-Klassiker gelungen, der immer wieder fesselt und vor Energie birst. Und auch der Titelsong ragt über den sowieso schon außergewöhnlich hochwertigen Songreigen heraus. Gänsehaut erzeugt dann Rays Version von „Golden slumbers“ von den Beatles. Die einzige Coveraufnahme auf diesem Album ist einfach wunderbar interpretiert. Die Scheibe erscheint zwar offiziell erst Ende August, aber vielleicht hat Ray schon ein paar Exemplare dabei, wenn er in Regensburg auftritt. Man sollte sich das Ray Wilson-Konzert am 18. August im Regensburger Gewerbepark aber sowieso nicht entgehen lassen. (JAGGY D) acb

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