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Revolverheld

Kritik zum Konzert am 4. August beim Strandkorb-Festival in Cham

Schön rockige Musik im Vergleich zu den letzten doch arg poppigen Alben. Quasi back to the roots zu ihren Frühwerken, wo die Band noch eher Rock als Pop war.

Pünktlich um 20 Uhr stürmte Revolverheld, mit gleich drei Gitarren bewaffnet, die Bühne und gab so das Bild ab auf das, was kommen sollte. Schön rockige Musik im Vergleich zu den letzten doch arg poppigen Alben. Quasi back to the roots zu ihren Frühwerken, wo die Band noch eher Rock als Pop war. Teilweise wurden auch weitere Songs mit drei Gitarren dargeboten. Bei „Leichter“ gab es dann auch das erste schönes Gitarrensolo. Musikalisch war das technisch klasse dargeboten von allen. Die Rhythmusabteilung drückte schön mit fettem Bass und treibenden Drums. Johannes war hervorragend bei Stimme. Der Sound war top, die Ansagen und Zwischengespräche waren witzig (nein das Labertaler kommt nicht aus Cham und auch nicht aus dem Labertal J). Das Wetter hielt. Songmäßig wurden freundlicherweise alle Alben berücksichtigt, auch wenn das Augenmerk auf „Immer in Bewegung“ lag und nicht auf dem noch immer aktuellen Album „Zimmer mit Blick“.  „Immer in Bewegung“ hatte dann sogar einen U2-Touch bekommen inkl. The Edge-Solo. Bei „Spinner“ wurde es etwas ruhiger mit Klasse vierstimmigen Gesang. Schön akustisch, balladesk dann bei „Sommer in Schweden“ mit Mandoline zwei akustischen Gitarren und wieder vierstimmigen Gesang im Refrain. Danach war wieder Rocken angesagt. Knallhart (für eine normale Rockband) bei „Ich werde nie erwachsen!“ bzw. „Ich kann nicht aufhören unser Leben zu lieben“. Den regulären Set beendet nach 75 Minuten „Lass uns gehen“.  Natürlich befolgte das begeistert klatschende und mitsingende Publikum das nicht und erschrie sich dann leider „nur“ drei Zugaben (anderswo gab es noch als vierte Zugabe „Darf ich bitten“). Eine weitere Ballade nur mit Piano und Gesang, „Liebe auf Distanz“, den brandneuen Song „Abreißen“ bei dem Johannes durchs Publikum ging. Cool! und evtl. von Max Giesinger abgeschaut und die eigentlich weitere Ballade „Ich mach für dich das Licht an“ in schöner rockiger Ausrichtung! Nach 95 Minuten war dann leider schon Schluss. Ich war erstaunt, wie gut sich die Band seit 2009, als ich sie zuletzt live in Amberg sah, entwickelt hat und wie unfassbar groß die Hitdichte in einem Set sein kann, wo ich dann doch jeden Song kannte. Leider war es nicht ausverkauft, trotzdem Hammerabend und verdiente sieben Sterne von mir. (HJH)

Fotokredit: HJH

 

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