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Thundermother

Kritik zum Konzert am 28. Juli beim Strandkorb-Open Air in Cham

Simpler, aber guter „old school“ Hardrock von den Schweden-Girls

Die Schweden-Mädels von Thundermother besuchten das Strandkorb Open Air in Cham am 28. Juli und das willige Hard Rock-Gefolge war dann auch zahlreich vorhanden. Bei bestem Wetter mit Sonnenschein stieg die Band fast pünktlich um kurz nach 20 Uhr gleich mit “Whatever” einem bekannten Song vom Debüt ein. Leider war der Sound zu Beginn ziemlich durchwachsen. Die Drums hörten sich seltsam an. Das wurde aber im Laufe des Konzerts besser. Der Gesang war etwas leise und wurde von den Instrumenten fast zugedeckt. Die Stimme erinnert mich etwas an Elin Larsen mit seiner bluesrockigen Art. Gitarrensoli wären ausbaufähig, da doch recht einfach gehalten. Vielleicht sollte man ein zweite Gitarristin noch dazu holen? Zur Musik passen sie dennoch. Wir sind ja auch nicht auf einem Progressive Metal Konzert! Musikalisch gibt es simplen, aber guten alten Hard Rock mit drei (manchmal sogar vier)stimmigen Chorgesängen und ordentlich Druck von den Kesseln, aka Drums, und vom Bass. Das Publikum ging gut mit und sparte nicht mit Applaus. Mir persönlich fehlte etwas die Abwechslung. Bei “The road is ours”, der Single der Deluxe Edition von der aktuellen CD “Heat Wave”, von der ein Großteil der recht kurzen Songs stammt, war dann auch der beste Song. Bei “Mexico” wurde es dann etwas bluesig, also eher Gary Moore- bzw. Bonamassa-Blues, und “Deal with the devil” hatte einen schönen Motörhead-Touch. Kein Wunder, ist ja ein Tribute Song an Lemmy. Schönes Bassspiel und auch AC/DC schauten kurz bei “One for the Road” vorbei,  bevor mit  “Shoot to kill” und einem weiteren längeren Gitarresolo der reguläre Set nach 60 Minuten beendet wurde. Das Publikum erschrie und erklatschte sich dann aber doch noch ein paar Zugaben, wo für mich dann “Driving in style” herausragte. Nach knapp 80 Minuten, ohne Balladen!, war dann aber entgültig Schluss und die Fans gingen zufrieden nach Hause. Für mich war dieses Konzert recht spassig und würde als CD-Wertung viereinhalb von sieben Sternen bekommen, wenn man es bewerten müsste! (HJH)

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