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Pizzera & Jaus

Kritik zum Konzert am 27. Juli beim Strandkorb-Open Air in Cham

Mit viel Witz, genialen Wortspielereien sowie Song-Adaptionen begeisterten Paul Pizzera und Otto Jaus die Zuhörer im Chamer Stadion an der Further Straße.

Die beiden österreichischen Kabarettisten Pizzera & Jaus überzeugten das sehr zahlreich vertretene Publikum auch am zweiten Tag ihres Stopps in Cham im Rahmen ihrer “Wer nicht fühlen will, muss hören”Tour 2021. Auch wenn die große Bühne recht leer aussah – es gibt leider keine Band, sondern nur die beiden Künstler mit einem Keyboard, zwei Drums, ein Cajón sowie fünf Gitarren! Und damit füllten die Herren Pizzera & Jaus diese doch wirklich hervorragend aus. Schön gemischt mit rockigen Liedern á la „Turnsackl”, Balladen, umgetexteten Songs wie “Zwickt’s mi”, der dann mal schnell “Impft’s mi” hieß. Witzige Zwiegespräche, man fuhr gemeinsam in einem Auto wegen Klimawandel, was sich aber ob des krassen Musikgeschmacks von Paul Pizzera, der Cannibal Corpse oder System of a Down hörte (und wo man dann mal kurz “Chop Suey” anspielte), für Otto Jaus zum Graus wurde, rundeten das Treiben auf der Bühne ab. Mein persönliches Highlight war der zum Niederknien tolle Song “Jetz loss mi rearn”. Das Publikum war sehr textsicher (minus dem Rezensenten, der sich die beiden Alben doch endlich mal anhören sollte) und ging voll mit mit stehenden Ovationen und „erschreite“ sich so dann noch drei Zugaben, leider ohne die neuen Songs, die es bei YouTube schon gibt. Aber am Ende gehen Band und Fans glücklich nach Hause. Musikalisch nicht ganz so gut wie Seiler & Speer, man sollte echt eine Band dabei haben, aber dennoch witzig (wenn man des österreichischen Schmähs mächtig ist), war es auch für mich ein Erlebnis die Jungs mal gesehen zu haben und mir dann, wenn ich mit einer CD-Wertung werte, immerhin fünfeinhalb von sieben Sternen wert ist. Und nicht vergessen, diese beiden Österreicher, die sich ihre „Astralärsche aufreißen“ für ihr Publikum, kommen bald wieder in die Oberpfalz – vom 28. Bis 30. März 2022 stehen sie dann gleich dreimal auf der Bühne im Audimax in Regensburg, garantiert wieder unter dem Motto “Wer nicht fühlen will, muss hören”. (HJH)

 

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