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Frontm3n

Kritik zum Konzert am 28. Juli im Thon-Dittmer-Palais in Regensburg

Da vereint sich die Mehrstimmigkeit der Hollies mit der Energie von The Sweet und der Vielseitigkeit von 10cc.

Es ist schon eine besondere musikalische Mischung, die bei diesem Konzert im Rahmen des Palazzo-Festivals geboten wurde – da vereint sich die Mehrstimmigkeit der Hollies mit der Energie von The Sweet und der Vielseitigkeit von 10cc. Geboten wird das alles von Fronm3n, drei Sängern, die sich vor einigen Jahren zusammen getan haben, um diese Songs zu spielen. Das Trio wird gebildet von Peter Howarth (seit 2004 Sänger von The Hollies), Mick Wilson (seit 1999 Perkussionist und Sänger bei 10cc) und Peter Lincoln (von 2006 bis 2019 der Nukleus von The Sweet, zuvor auch bei Smokie und Sailor aktiv), da macht es nichts aus, dass sie nicht zu den Gründungsformationen gehören, sie haben die Songs dieser Bands verinnerlicht und diese Frontm3n interpretieren die Hits dieser legendären britischen Bands in überaus charmanten Akustik-Arrangements. Und diese Songs aus den 70er Jahren, reduziert auf das Wesentliche und ohne Glam-Rock- oder Art-Pop-Verzierungen, kommen beim Publikum an diesem Sommerabend hervorragend an. Bei „Fox On The Run“ oder auch „Oxygen“ von den Sweet, beim druckvollen „Rubber Bullets“ von 10 CC oder dem Opener „Bus Stop“ von den Hollies – diese Songs bekommen durch ihre Interpretationen eine eigene Färbung. Auch „Girls Girls Girls“ von Sailor wird geboten und nebenbei widmen sich die Frontm3n auch Roy Orbison, der für alle drei ein großes Vorbild ist und den Peter Howarth einst in einem Musical spielte, sowie Cliff Richard, in dessen Band sie sich vor bald 30 Jahren kennenlernten. Von ihm gibt’s „Lucky Lips“. Das Publikum – vorwiegend mittelalterliche Ü50er – fühlt sich da in die eigene Vergangenheit zurückversetzt und ist begeistert. Dazu werden aber auch Titel aus eigener Feder in die Setlist eingestreut, die beweisen, dass diese drei Musiker auch außergewöhnliche Songwriter sind. Ihre Stücke fügen sich klanglich gut in den Abend ein. Und bei den Songs aus dem kommenden neuen Album fühlt man sich richtig an CSN erinnert, so hat „Walking down that line“ schon starke Reminiszenzen an „Marakesh Express“. Mit „Dreadlock Holiday“ in einer energischen Version endet das Konzert, bevor noch die geforderten Zugaben gespielt werden. Am Ende ist das Publikum denn auch zu Recht begeistert und bedankt sich mit stehenden Ovationen. Und so ist auch nach dem Konzert ein großer Andrang am Merch-Stand, denn die Musiker signieren „alles“, wie sie beim Konzert versprochen haben. Nicht nur CDs und T-shirts! (no.men)

 

 

 

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