altemaelze

The stars are god’s bullet holes

John Murry

John Murry ist ein bemerkenswerter Künstler ist, der sich auch hier zwischen Rock, Folk und Country bewegt.

Nach den Vorgängeralben „The graceless age“ von 2012 und dem 2017er Werk „A short history of decay“ beschäftigt sich auch sein neuer, dritter Longplayer mit Murry’s persönlichen Traumata und ist durchzogen mit einer Portion extrem schwarzen Humors. Zwar handeln seine Texte immer noch von gewaltgeprägten (Familien-)Umfeldern, vom täglichen Überlebenskampf und der tiefen Traurigkeit des in Irland lebenden Amerikaners, doch ist nun ein Silberstreif am Horizont erkennbar. Ein Highlight ist Murrys Version des Duran Duran-Hits ‚Ordinary World‘, passend zu dem Mann, der gerne mit Nick Cave oder Marc Lanegan verglichen wird, und jetzt mit 42 endlich in der Lage ist, sich und seine Gefühle, Traumata und Entscheidungen anzunehmen. Produziert von John Parish (PJ Harvey, The Eels, Tracy Chapman) ziehen die zehn neuen Songs den Hörer in den Bann, lassen ihn tief ins Unterbewußtsein eintauchen, um festzustellen, dass die Welt ein bemerkenswerter Ort ist, so wie John Murry ein bemerkenswerter Künstler ist, der sich auch hier zwischen Rock, Folk und Country bewegt. (Submarine Cat Records/Rough Trade) P.Ro

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