altemaelze

Pure

Robben Ford

Pure“ ist ein erstklassiges Gitarrenalbum, irgendwo zwischen Peter Green, Clapton und Bonamassa.

Der Kalifornier ist einer der renommiertesten Blues-Gitarristen – der nicht nur dauernd den Blues spielt. Was das Ganze vielfältiger macht; nicht jeder mag ja dauernd Blues hören. Sein Vater Charles war ein Country- und Western-Sänger und Gitarrist bevor er der Army beigetreten ist und geheiratet hat. Kathryn, Robbens Mutter, spielte Klavier und hatte eine schöne Singstimme. Robbens erstes Instrument war das Saxophon, welches er ab dem Alter von 10 Jahren bis in seine frühen Zwanziger spielte. Nachdem er die beiden Gitarristen der Paul Butterfield Blues Band, Michael Bloomfield und Elvin Bishop hörte, begann er, sich mit 13 Jahren selbst die Gitarre beizubringen. In den späten 1960ern besuchte Ford oft die Fillmore und Winterland Konzerthallen, um Jimi Hendrix, Eric Clapton, Cream, Led Zeppelin, Albert King, B.B. King und andere Vorreiter des Blues zu sehen Er wurde bisher fünf Mal für den Grammy nominiert und hat bereits mit den verschiedensten Künstlern und Künstlerinnen gespielt: Joni Mitchell, Jimmy Witherspoon, Miles Davis, George Harrison, Phil Lesh, Bonnie Raitt, Michael McDonald, Bob Dylan, John Mayall, Greg Allman, John Scofield, Susan Tedeschi, Keb Mo, Larry Carlton, Mavis Staples, Brad Paisley und anderen. Der legendäre George Harrison lud Robben ein, mit auf seine Dark Horse Tour durch die USA und Kanada zu kommen, was sein musikalisches Profil noch mehr stärkte. „Pure“ ist anders als alle Alben, die er bisher gemacht hat. Aber lassen wir ihn selbst zu Wort kommen: „Mein Toningenieur und Co-Produzent Casey Wasner war unverzichtbar in diesem Prozess. Die meiste Musik auf diesem Album wurde von uns beiden in seinem Studio Purple House gemacht: das richtige Gefühl für die Musik bekommen, dann Bass und Schlagzeug einspielen. Nachdem ich so gearbeitet habe, glaube ich, dass ‚Pure‘ vielleicht die beste Repräsentation meiner musikalischen Vision ist. Es war sehr schön, meine eigenen Kompositionen so gründlich zu formen und etwas zu erschaffen, was komplett mir gehört.” Insofern gibt es hier ausschließlich Instrumentals, auf Gesang bzw. Sänger/innen wird komplett verzichtet. Er bleibt nicht beim Blues(rock), sondern Robben leistet sich auch jazzige Exkursionen und garniert das Ganze mit einer Prise Rock. Besonders gelungen finde ich das Titelstück mit seinen orientalisch anmutenden Melodielinien. „Pure“ ist ein erstklassiges Gitarrenalbum, irgendwo zwischen Peter Green, Clapton und Bonamassa. Klar, mitunter vermisse ich eine menschliche Stimme, wer es jedoch rein instrumental mag sollte ein Ohr – oder zwei – riskieren. (earMusic/Edel) HuGe

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

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