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Peace or Love

Kings of Convenience

Was für eine schöne Überraschung: Zwölf lange Jahre nach ihrem letzten Album »Declaration of Dependence« kehren Kings Of Convenience 2021 endlich mit einem neuen Album zurück aus dem Studio. Und Säm Wagner hat dafür eine Insider-Kritik verfasst.

Untätig waren sie ja nicht. In den Jahren nach ihrem letzten gemeinsamen Album im Jahr 2009 waren Erlend Øye und Eirik Glambek Bøe weiterhin beschäftigt. Øye nahm solo Musik auf und reaktivierte seine Whitest Boy Alive. Bøe gründete die leider viel zu unbekannte Band Kommode, mit der er ein Album aufnahm. Immer wieder einmal trafen sich Øye und Bøe aber trotzdem in verschiedenen Städten. Fünf Jahre lang feilte man so an neuen Kings-of-Convenience-Stücken. Und klar, ihren Signature-Sound, mit dem sie schon 2001 die „Quiet ist the new loud“-Bewegung starteten, zu der Bands, wie I am Kloot oder die Turin Brakes gehörten, sind sie weiterhin treu geblieben. Zwei sanfte Stimmen, zwei akustische Gitarren und zurückgelehnter Lagerfeuer-Pop. Die Kings of Convenience bleiben leise und melancholisch. Wunderschön: Für zwei Songs („Love Is A Lonely Thing“, „Catholic Country“) luden sie die kanadische Sängerin Feist ins Studio ein. Spätestens da hat das alte Knistern den geneigten Hörer wieder gepackt. Alles bleibt beim Alten. Keine Experimente. Die Erben von Simon & Garfunkel machen weiter das, was sie am besten können: Zarten Folk-Pop in den man sich hineinlegen mag. (EMI) SäWa

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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