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Bracelet Circus

Ramrods

Die international besetzte sechsköpfige Band um Frontmann, Sänger und Gitarrist Peter Harasim spielt weiterhin Rock in all seinen Facetten – vom „good old-fashioned Rock´n´Roll“ über bluesige Balladen bis hin zu Psychedelic Rock – „Hippie-Metal“ nannte die Band das mal.

Peter Harasim ist vielen Musikfans vor allem bekannt als Veranstalter. Er ist seit vielen Jahren einer der Geschäftsführer des „concertbüro franken“ und betreibt u.a. den Musikclub „Hirsch“. Daneben ist er aber auch Bandleader der Ramrods. Die entstanden Mitte der 60er, als Harasim ein Konzert der Kinks gesehen hatte, wo Ramrods als Support dabei waren, war er stark beeindruckt. Als sich die Band in den 70ern reformierte, war er sofort dabei. Doch an Studioarbeit war da nicht zu denken, die Combo spielt in erster Linie „live on stage“. Erst vor 15 Jahren fing Bandleader Peter Harasim an, Songs zu schreiben, daraus entstand dann das erste Ramrods-Album „Love is the answer“, das 2011 veröffentlicht wurde. Zehn Jahre später kommt jetzt der Nachfolger. Das zweite Album der renommierten fränkischen Rocker Ramrods war bereits 2019 reif für das Licht der Welt – es war bezahlt, produziert, hatte das perfekte Booklet – und dann kam die Pandemie und machte alle Pläne zunichte. Keine gute Zeit um ein Album zu veröffentlichen, wenn das keine Live-Promotion durch Konzerte bekommen kann. Also blieb der Longplayer in der Schublade und wurde erst jetzt im Juni veröffentlicht. Die international besetzte sechsköpfige Band um Frontmann, Sänger und Gitarrist Peter Harasim spielt weiterhin Rock in all seinen Facetten – vom „good old-fashioned Rock´n´Roll“ über bluesige Balladen bis hin zu Psychedelic Rock – „Hippie-Metal“ nannte die Band das mal. Die stilistische Bandbreite des Debuts –  wo Heavy-Riffs und eingängige Melodien auf Sitar- und Psychedelic-Klänge trafen – fächert sich auf „Bracelet Circus“ noch weiter auf. Immer noch inspiriert von Vorbildern wie Beatles, Pretty Things oder Led Zeppelin entdecken die Franken-Rocker im Studio wieder neues Terrain. Das zeigt sich nach zehn Songs vom Opener „Suffragette woman“ bis zu „Dolphins mit der  danach folgenden, das Album abschließenden, dreiteiligen “Bracelet Circus Suite” mit gut zwölf Minuten Länge. Das ist eine Art ‚World Music Prog Suite‘ am Ende der Scheibe – sicher das bislang ambitionierteste und verblüffendste Stück Musik der Ramrods. (SAOL/CMM) P.Ro

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