altemaelze

The Witch of the North

Burning Witches

Schon ab dem ersten Ton merkt man, dass die Truppe ihre Instrumente exzellent beherrscht.

Nur ein Jahr nach dem letzten Album-Release von „Dance with the Devil“ veröffentlicht die Schweizer Mädelstruppe Burning Witches mit „The Witch of the North“ ihr bereits viertes Hexenwerk im vierten Jahr ihres Bestehens. Fett produziert von Schmier von Destruction und schön hobelig gemastered von V.O. Pulver kommen die zehn Songs (plus drei Intros/Outros und ein Cover Song) fast ohne Ausfälle daher. Schon ab dem ersten Ton merkt man, dass die Truppe ihre Instrumente exzellent beherrscht. Klasse Gitarrensoli treffen auf ein treibendes und natürlich klingendes Schlagzeugspiel (Double Bass Drumming inklusive) und auch der pumpende Bass wird nicht vergessen. Laura Guldemond hat zudem eine gute Stimme, die an eine Mischung aus Doro (im normalen Gesangsbereich) und Angela Gossow/Alissa White-Gluz in light (bei den eher growligen Passagen) erinnert. Mir gefallen die Dorovocals aber doch einen Ticken besser. Leider ist sie im Mix ab und zu etwas zu leise gemischt, oder es liegt am Promodownload, bei dem ich im Auto doch auf ‚7‘ aufdrehen musste. Normal hebt es mich schon bei vier aus den Sitzen. Anhand der Namen kann man jedenfalls gut erkennen in welche Musikrichtung das Ganze geht (Heavy Metal, Power Metal abgeschmeckt mit amerikanischen Speed Metal).  Meine persönlichen Anspieltipps sind dann der flotte Titeltrack, das von diversen CD-Beilagen bekannte „Flight Of The Valkyries“, das einem mit seinem balladesken Beginn gleich mal auf eine falsche Fährte lockt und dann nach knapp zwei Minuten anzieht, nur echt mit Twin Guitars. Die richtige Ballade folgt dann mit dem grandios gesungenen „Lady of  the Woods“, wo man richtig heraushört, welch klasse Stimme da vorhanden ist. Die frühen Warlock schauen bei „We stand as One“ vorbei und auch hier macht die Band eine richtig gute Figur. Einzig der 08/15 Song „For Eternity“ zieht trotz klasse Solo die Wurst nicht von Teller. Der Gesang und auch die Refrains taugen hier nix. Dafür langen die Hexen bei „Dragon’s Dream“ nochmal richtig zu, ziehen das Tempo enorm an und lassen beim Zuhörer die imaginäre Matte kreisen. Das Savatage-Cover „Hall of the Mountain King“ hätte ich persönlich nun nicht gebraucht, aber schlecht ist es nicht. Das mit 60 Minuten recht lange Album vergeht dennoch im Flug und ich würde mir die CD dann auch kaufen. Fünfeinhalb Sterne scheinen mir hier angemessen zu sein. (Nuclear Blast) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

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