altemaelze

The Montreux Years

Nina Simone

„Nina Simone: The Montreux Years“ demonstriert die ebenso facettenreiche wie auch radikale Geschichte der Sängerin und Bürgerrechtlerin. Angefangen bei Ninas glanzvoller und emotionaler Performance im Jahr 1968.

Ja, die unvergessene und unverwechselbare Nina Simone. Wer kennt ihr legendäres „My Baby just cares for me“ nicht?  Dieser Song darf auf dieser Doppel-CD natürlich nicht fehlen; hier die munter-ausgelassene Version aus Nina Simones letztem Auftritt beim Montreux Jazz Festival aus dem Jahr 1990. Nina Simones Geschichte lässt sich von den späten 1960er-Jahren bis in die 1990er anhand ihrer legendären Performances in Montreux nacherzählen. Schon mit ihrem am 16. Juni 1968 entwickelte sich eine langjährige Verbindung zum Montreux Jazz Festival und Gründer/Direktor Claude Nobs. Nina war sowohl im Jazz, als auch im Pop/Rock-Genre zuhause. Mir persönlich sagen ihre eigenwillig verfremdeten und verjazzten Versionen von Rock-Klassikern am meisten zu.
„Nina Simone: The Montreux Years“ demonstriert die ebenso facettenreiche wie auch radikale Geschichte der Sängerin und Bürgerrechtlerin. Angefangen bei Ninas glanzvoller und emotionaler Performance im Jahr 1968, über ihr feurig-unberechenbares Konzert im Jahr 1976 (einem der außergewöhnlichsten Auftritte in der Geschichte des Festivals) deckt die Sammlung Aufnahmen jeder ihrer fünf legendären Montreux-Shows aus den Jahren 1968, 1976, 1981, 1987 und 1990 ab. Enthalten ist außerdem rares und bisher unveröffentlichtes Material aus Claude Nobs` umfangreicher Archivsammlung (Montreux Sounds). Nina Simone-Fans werden insbesondere von dem kraftvollen „I Wish I Knew How It Would Feel To Be Free“, dem berührend furchtlosen „Four Women“ sowie ihrer ergreifend schönen Darbietung von „Ne Me Quitte Pas“ begeistert sein. Neben einer eindringlichen Version von Janis Ians kraftvollem „Stars“ (das Simone zum allerersten Mal während ihres Auftritts in Montreux im Jahr 1976 coverte) findet sich ein selbstbewusstes Remake von Bob Marleys Ballade „No Woman No Cry“ aus dem Jahr 1990, das mich jedoch nicht wirklich vom Hocker haut. Dann lieber ihr dekonstruiertes, jazziges Cover von „House of the rising Sun“ (1968), das den Song auf ein völlig anderes Level hebt.
Vinyl-Fans dürften enttäuscht sein, denn die Doppel-LP enthält leider nur 16 der insgesamt 29 Tracks; CD 2 der Doppel-CD enthält zusätzlich Nina Simones bahnbrechendes Konzert vom 16. Juni 1968 in ganzer Länge. Somit ist der komplette Auftritt erstmalig auf CD erhältlich. (BMG RIGHTS) HuGe

*****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

 

Share on facebook
Share on twitter