altemaelze

Ghost Songs

Paul Jarret

Großartiges Release, jedem open-minded listener sehr zu empfehlen!

Das zweite Album des 1985 geborenen französisch-schwedischen Gitarristen PAUL JARRET nach ‘Emma’ (2020) läuft zwar unter seinem eigenen Namen, sollte jedoch eher als Kollaboration zwischen JIM BLACK (Drums), JOZEF DUMOULIN (Keyboards) und JULIEN PONTVIANNE (Tenor Sax) bewertet werden. “Ghost Songs” enthält elf Tracks (Ghost Song #1-#8″ und “Specter #1-#3”), die im weiten Feld zwischen Contemporary Jazz, Fusion und (a)tonalen Klangcollagen oszillieren. Das Zusammenspiel des Quartetts lässt kaum vermuten, dass hier erstmalig zusammengearbeitet wird – fast spielerisch geht jeder auf den anderen ein, die klanglichen Bälle werden mit traumhafter Sicherheit einander zugeworfen. Und wenn sich ein schöner Vierviertel-‘Rocker’ plötzlich in ein Free-Form-Nichts auflöst, dann muss das genau so sein. Es kann aber auch sein, dass es freeformig beginnt und auf einmal eins elektronisch annutende Soundscape draus wird. Und das war vorbestimmt. Grob eingeteilt handelt es sich bei den “Ghost Songs” um das melodischere, bei den “Specters” um das ‘freiere’ Material – und all dies ist so perfekt auf dem Album verteilt, dass nie Ermüdung oder Gleichmaß auftritt. Einziger Mnuspunkt ist für mich, dass die Lesbarkeit mancher Stellen auf dem schönen 3-panel-Digisleeve-Cover schon etwas besser sein könnte. Anyway. Großartiges Release, jedem open-minded listener sehr zu empfehlen! (Neuklang) TheRealPal

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

 

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