altemaelze

Phase 2

The End Machine

Für dieses Album gibt’s wieder mal eine Doppel-Kritik – von HJH und P.Ro! Und beide sind überzeugt von den neuen Songs!
Mit ihrem zweiten Album, kurz „Phase2“ genannt, liefert die Truppe ein aktuelles, zeitgemäßes Rock-Monster ab, ohne einen Ausfall bei dem Dutzend neuer Songs. Weiter so!

Diese Band entstand aus den Resten des Classic-Line Up von Dokken mit George Lynch (Gitarre), Jeff Pilson (Bass, Keyboards) und Drummer Mick Brown. Dazu kam als Sänger Robert Mason von Warrant bzw. Lnych Mob. Jetzt folgt auf das 2018er Debut der Zweitling, treffend mit „Phase 2“ betitelt. Geändert im Bandgefüge hat sich dennoch was, für Mick Brown, der jetzt „retired“ ist, kam sein Bruder Steve in die Band. Soundtechnisch bzw. stilistisch hat sich bei den zwölf neuen Songs nichts geändert: die Stücke bauen, genauso wie beim Debut, auf einem bluesigen Hardrock-Sockel auf und klingen erneut weder explizit nach Dokken oder Lynch Mob. Die Band geht weiterhin ganz eigene Wege, ohne den Charakter der Protagonisten zu verbergen. Mit ihrem zweiten Album, kurz „Phase2“ genannt, liefert die Truppe ein aktuelles, zeitgemäßes Rock-Monster ab, ohne einen Ausfall bei dem Dutzend neuer Songs. Weiter so! (Frontiers) P.Ro

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Nur gut ein Jahr nach dem Debüt kommt die Band The End Machine mit „Phase 2“ mit ihrem zweiten Album ums Eck. Dreiviertel der Mitglieder stammen ja von der der Hard Rock Band Dokken (Pilson, Lynch und Brown, wobei letzterer nun durch seinen Bruder an den Drums ersetzt wurde) und auch Sänger Robert Mason hat durch seine Lnych Mob-Tätigkeit eine Verbindung. Klasse produziert von Jeff Pilson selbst (sogar die Drums tönen klasse hier und man hört den Bass raus) gibt es elf schöne teils bluesige, teils typisch nach Dokken klingende Hard Rock Songs (plus ein kurzes Intro) mit ein paar musikalischen Überraschungen. Die Band ist technisch erwartungsgemäß voll auf der Höhe, die Soli sind fantastisch und immer passend und über Mason als Sänger muss man nichts erzählen. Der Einstieg ins Album „Blood and Money“ erinnert mich dann gleich mal an Deep Purple zu Perfect Strangers Zeiten und setzt mit dem tollen langen Gitarrensoli die Latte dann gleich mal recht hoch. „We walk alone“ als nächstes hätte wunderbar auf dem aktuellen MSG Album Platz gefunden mit seine Schenkergitarre. Etwas ruhiger, getragener und mit grandiosem Refrain versehen schimmern bei „Dark Divide“ (der Singleauskopplung) Rainbow (Bent out of Shape) und wieder Deep Purple (diesmal Slaves and Masters), also die eher kommerziellere Phase, durch. Bei „Plastic Heroes“ höre ich hier und da etwas Alice in Chains raus, allerdings ist das auch der einzige Song, der mir auch vom Aufbau her wenig zusagt. Die Gitarrenarbeit und der Refrain sind dann aber wieder klasse. Ab Track #8, der Ballade „Scars“ (lesenswerter Text) mit Gary Moore Gedächtnisolo, schimmert dann immer mehr die Dokken Vergangenheit durch, „Shine your light“ ist ein typischer Hard Rock Song nur echt mit gleich zwei fetten Soli. Mit „Devil’s Playground“ gibt es dann nochmal bluesigen Hard Rock mit einem King‘s X-Touch, bevor das Album mit zwei weiteren so typischen Dokken Rockern („Born to fire“, „Destiny“) endet. Fazit: Wer auf Qualität steht holt sich das Album ins Haus. Fette sechs Sterne und etwas Wehmut, da es Dokken ja leider nicht mehr gibt. (Frontiers) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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