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Witness

Vola

Wie schon beim Vorgänger Album “Applause Of A Distant Crowd“, schaffen VOLA auch hier wieder eine Art filmische Ästhetik mit ihrer Musik, die es dem Hörer erlaubt, ein losgelöster Beobachter zu sein, aber ihn auch immer tiefer in den Bann zieht!

Das dänisch-schwedische Quartett VOLA veröffentlicht demnächst ihr neues Studioalbum “Witness“! Und Asger Mygind (Gesang, Gitarre), Martin Werner (Keyboards), Nicolai Mogensen (Bass) und Adam Janzi (Schlagzeug) präsentieren erneut ihre gelungene Mischung aus futuristischem Progressive Rock, Electronica und modernem Metal, gekrönt von klaren, schönen Gesangslinien. Der Grammy-nominierte Jacob Hansen (Volbeat, Delain) inspirierte VOLA dazu, mit ihren vielseitigen Fähigkeiten ein sehr zeitgemäßes, atmosphärisches Album aufzunehmen. Es gibt immer eine unterschwellige cineastische Ästhetik bei VOLA. Die Band vermag es den Hörer zu fesseln um immer tiefer in die Sounds und Geschichten der Songs einzutauchen. Mit “Witness“ laden die Skandinavier den Hörer auf eine Reise ein, Charakteren zu folgen, die in ihrem Leben Zeuge von großen Veränderungen wurden. VOLA untersuchen hier die Entwicklung menschlicher Beziehungen, das Scheitern auf gesellschaftlicher Ebene und den Missbrauch von Macht. „Wenn ich das näher betrachte, folgt das Scheitern auf unerwiderte Liebe, Unsicherheit, Trauer und manipulatives Verhalten. In Verbindung mit dem Titel des Albums, könnte man die porträtierten Charaktere in den Songs als Zeuge betrachten. Sie sehen den Zerfall der Bindungen die sie im Laufe ihres Lebens mit anderen Menschen eingegangen sind“, sagt Gitarrist und Sänger Asger Mygind. So ist “These Black Claws“ eine Metapher für die Sucht und die Erfahrung, durch die Dunkelheit zurückgezogen zu werden. Der Song entstand in Zusammenarbeit mit dem Electronic/Hip-Hop Duo SHAHMEN. Sänger Bless steuerte den gesamten Text für seine Strophe bei. “Ich denke, dass sein Gesang einen dämonischen Vibe beisteuert und dem Track gleichzeitig Groove verleiht”, meint Asger Mygind zur Co-operation. Zum Album-Opener “Straight Lines“ sagt Mygind: “Stelle Dir jemanden den vor, der auf der Flucht vor den Behörden ist. Es wird immer schwieriger für ihn, sich zu verstecken, wofür ‘running low on straight lines’ als Metapher steht. Er/sie kann nicht einfach den direkten Weg wählen, sondern muss kreativ sein, um zu entkommen. Ob die Jagd real ist oder nur im Kopf der Person stattfindet, sollte eine offene Frage an den Zuhörer sein.” Einen ersten Vorgeschmack auf das neue Album gab die Band bereits letztes Jahr mit “Head Mounted Sideways“. Der Song bietet mit erdrückenden Riffs und eindringlich schöner Melodie, die musikalische Komplexität, die zum Markenzeichen von VOLA geworden ist. “Head Mounted Sideways“ ist eine weitere Metapher für das Wegschauen”, sagt Asger Mygind. “Ich hatte keinen Plan für den Text, aber sobald ich wusste, dass ich Wut vermitteln wollte, war es intuitiv, über den Niedergang der Zivilisationen zu sprechen, und darüber, dass keiner die Verantwortung dafür übernimmt. Es geht mir nicht unbedingt um die Erde im Jahr 2020. Ich will das Bild einer Welt vermitteln, die auf einer fehlerhaften Moral aufgebaut ist. Einer Welt die aufgrund der Risse im Fundament zerbröckelt und zusammenbricht.” Jeder der Songs auf diesen Longplayer präsentiert seine einzigartigen Charaktere, einige sind fiktiv, andere wurden von realen Ereignissen inspiriert. “24 Light-Years“ folgt jemandem, der nach einem verschwundenen Verwandten sucht – sind sie verschollen/verstorben? Freak befasst sich mit Unsicherheit und Macht, “Napalm“ stellt eine gescheiterte Beziehung und die darauf folgende Reue und das Bedauern dar, während “Stone Leader Falling Down“ Mobbing und den Missbrauch von Macht beleuchtet und “Inside Your Fur“ erforscht die Schattenseiten der Nostalgie. “Future Bird“ ist eine herzzerreißende Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. “Die Idee zu diesen Texten kam mir, nachdem ich einen Facebook-Post von einem Paar gelesen hatte, das ein ungeborenes Kind verloren hatte. Sie erzählten von der Schwangerschaft und ihren Emotionen, die sich auf dieses menschliche Wesen richteten, das sie nie kennenlernen durften.” Asger fährt fort: “Der Future Bird ist eine Metapher für das Kind, das nie die Chance bekam, erwachsen zu werden um der Welt seinen Stempel aufzudrücken.” Wie schon beim Vorgänger Album “Applause Of A Distant Crowd“, schaffen VOLA auch hier wieder eine Art filmische Ästhetik mit ihrer Musik, die es dem Hörer erlaubt, ein losgelöster Beobachter zu sein, aber ihn auch immer tiefer in den Bann zieht. (Mascot Records) P.Ro

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