altemaelze

Creatures oft he dark realm

Bloodbound

Geboten wird in den knapp 45 Minuten eine sehr überzeugende Mischung aus verschiedenen Zutaten mit viel Sabaton (z.B. „March into War“), Helloween, Hammerfall, Gamma Ray, Rhapsody und Avantasia („Kill or be Killed).

Die schwedische Power Metal Band Bloodbound veröffentlicht Ende Mai mit „Creatures of the dark realm“ ihr bereits neuntes Studioalbum. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass diese Schweden bis jetzt musikalisch spurlos an mir vorbei gingen. Geboten wird in den knapp 45 Minuten eine sehr überzeugende Mischung aus verschiedenen Zutaten mit viel Sabaton (z.B. „March into War“), Helloween, Hammerfall, Gamma Ray, Rhapsody und Avantasia („Kill or be Killed). Wer sich damit schon mal anfreunden kann, wird viel Freude an diesem Album haben, das zudem komplett auf eine Ballade oder balladeske Einflüsse verzichtet. Hier regiert fast durchgehend die Double Bass Drums. Die Gitarristen spielen sich mit flinken, nie zu langen oder mit technischen Sperenzchen verzierten Soli die Bälle zu. Der Sänger ist mit seiner Mischung aus Toby Sammet und Joakim Broden der Fels in der Brandung und gibt den Songs in Verbindung mit den tollen Harmoniegesängen der restlichen Band einen schön hymnischen Charakter. Fein abgeschmeckt mit den tollen Keyboards (mal dezent, dann so richtig als Hauptinstrument) ergibt das Ganze eine wirklich schmackhafte Mischung. Die Produktion ist fett und drückt schön, so dass man hier so gut wie nichts zu meckern hat. Und seien wir mal ehrlich,Innovatives sucht man doch bei dieser Art Musik nicht. Da geht es eher um die mitsingkompatiblen Refrains mit einer extra Portion Melodie, das Fäuste recken und die Matte (sofern noch vorhanden) kreisen zu lassen. Und über so manch platten Text der Marke Sabaton sieht man dann auch gerne hinweg. Zwei Songs, die eher aus dem Rahmen fällen, und zeigen, dass Patrick J. Selleby gesanglich auch anders kann, sind Track #5Eyes Come Alive“ der mit seiner aggressiven Screamausrichtung eher an Judas Priest und Primal Fear erinnert, sowie der Titelsong, der so auch auf einem früheren Pretty Maids Album stehen könnte. Unterm Strich richtig gut und mir fünfeinhalb Sterne wert. Meine Anspieltipps wären: „Creatures of the dark Realm“, „When fate is calling” und “The Gargoyles Gate” mit seiner überragenden Gitarrenarbeit. Bei YouTube kann man sich bereits drei Singleauskopplungen als Video rein ziehen. Es lohnt sich. (AFM Records) HJH

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