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Songs From The Dark Side Of Heaven

Die Krupps

Und jetzt schlägt das Mutterschiff des deutschen Industrial/Metal-Crossover schlägt wieder zu. Denn jetzt wird es Zeit, dass DIE KRUPPS mal ihren eigenen Heroen Tribut zollen, und was wäre dafür besser geeignet als ein Album randvoll mit Coverversionen im typischen DIE-KRUPPS-Electro-Metal-Style?

Die Krupps entstehen vor 40 Jahren, als 1981 Jürgen Engler, der vier Jahre lang in der Punk-Band Male als Sänger und Gitarrist aktiv war, auf Ralf Dörper trifft. Seitdem hat dieses Duo und seine diversen Mitstreiter die alternative/elektronische Musikszene geprägt wie keine andere Band, vor allem durch die raffinierte Kombination der beiden Stile “Industrial” und “Metal”, die sie in den 1990er Jahren kreierten und die es vorher gar nicht gab. Unzählige andere Acts haben seitdem diesen Stil, der von dieser außergewöhnlichen Band erfunden und auf den Weg gebracht wurde, adaptiert. Neben den Einstürzenden Neubauten gelten die Krupps als die wichtigsten Wegbereiter des Industrials und dessen Verschmelzung mit Metal. EBM-Bands wie Front 242 oder Nitzer Ebb betonten nicht selten, dass sie definitiv von den Krupps beeinflusst wurden. Ohne Bands wie DIE KRUPPS gäbe es RAMMSTEIN gar nicht, was die Berliner oft selbst betont haben. Und jetzt schlägt das Mutterschiff des deutschen Industrial/Metal-Crossover schlägt wieder zu. Denn jetzt wird es Zeit, dass DIE KRUPPS mal ihren eigenen Heroen Tribut zollen, und was wäre dafür besser geeignet als ein Album randvoll mit Coverversionen im typischen DIE-KRUPPS-Electro-Metal-Style?

Am Anfang war die Pandemie. ‘Chinese Black’ war die erste Veröffentlichung, die sich damit auseinandersetzte. Es war ein Krupps-Cover eines Songs, der belgischen Band Neon Judgement. Danach ging es Schlag auf Schlag. Menschen wurden vom Virus dahingerafft, Darunter auch etliche bekannte, teils befreundete Musiker. Die Idee zu einem kompletten Cover-Album, welches sich weitläufig mit dem Thema Tod beschäftigt, war geboren. Sämtliche zehn Songs dieses Longplayers haben auf die eine oder andere Art einen direkten Bezug dazu. Musikern wird gehuldigt, unter anderem Gang Of Four’s Andy Gill mit einer Version von ‘To Hell With Poverty, mit Big Paul Furgeson von Killing Joke an den Drums; Dave Greenfield von den Stranglers mit einer Cover-Version von ‘No More Heroes’, mit Ross The Boss von Manowar und den Dictators an der Gitarre; außerdem werden auch noch weitere verstorbene Musiker im Track namentlich erwähnt. Es gibt auch Songs von bereits länger von uns gegangenen Musikern, wie zum Beispiel Fad Gadget’s ‘Collapsing New People’, Bob Casale von Devo, hier vertreten mit einem Cover von ‘Whip It’, oder Freddie Mercury von Queen mit ‘Another One Bites The Dust’. ‘Don’t Fear The Reaper’ von Blue Oyster Cult, hat James Williamson von Iggy Pop und den Stooges an der Gitarre zu Gast. Die Nummer, die das Album einleitet, Sparks ‘Number One Song In Heaven’, ist der perfekte Opener für das Album. Durch ihn entstand auch die Idee zum Albumtitel. Dazu Jürgen Engler: „Es war mir ein Anliegen, dieses Album zu machen. Ich habe die Zeit der Pandemie genutzt, um etwas zu produzieren, das mir über die schwere Zeit half und hoffentlich den Hörern etwas gibt. Die Erinnerung an gute Zeiten, die Vorfreude auf zukünftige Konzerte und die Hoffnung, daß es bald gewohnt weitergehen kann.“ Also, volle Kraft voraus! (Oblivion/SPV) P.Ro

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