altemaelze

Disziplin

Who’s The Bad Guy

Der Klang der Band um Drummer Knut Hagedorn ist ein fein abgestimmtes Menü unter Verwendung erlesenster Zutaten: hier etwas säuerlicher Jazz, dort ein Schuss cremiger Funk, gemixt mit einem Esslöffel konzentriertem All-over-the-place-Fusion im 4er, 5er, 11er Takt, aber vor allem immer wieder eins: ordentlich gepfefferte In-your-face-Instrumental-Hardcore-Reduktion voll auf die Zwölf!

Seit der Gründung 2015 widmet sich dieses Berliner Instrumental-Trio mit größter Hingabe und äußerster Disziplin konsequent ihrem einzigen Ziel: ernste Unterhaltungsmusik von höchster Qualität zu schaffen, mit viel Tiefe und starker Anziehungskraft. Die Suche nach dem perfekten Spannungsverhältnis aus maximaler Interessanz und extremster Eingängigkeit ist der Weg. Abseits jeglicher Klischees entsteht dabei ein kompromissloses Hörerlebnis – intellektuell gereift und intuitiv aus dem Bauch geschossen – inspiriert von Bands und Künstlern wie: No Means No, Victims Family, Living Colour, Parliament/Funkadelic, Bad Brains, Misfits, Prong, Frank Zappa, Fred Frith. Der Klang der Band um Drummer Knut Hagedorn ist ein fein abgestimmtes Menü unter Verwendung erlesenster Zutaten: hier etwas säuerlicher Jazz, dort ein Schuss cremiger Funk, gemixt mit einem Esslöffel konzentriertem All-over-the-place-Fusion im 4er, 5er, 11er Takt, aber vor allem immer wieder eins: ordentlich gepfefferte In-your-face-Instrumental-Hardcore-Reduktion voll auf die Zwölf! Um die Suppe nicht zu verwässern, verzichten WHO’S THE BAD GUY ganz bewusst auf Gesang und lassen allein ihre Instrumente sprechen – und haben viel zu sagen! Die Band selbst bezeichnet ihren Sound als „Progressive Hardcore Jazz“. Die Kompositionen des Bandleaders, in ihrer reichhaltigen Palette mal dadaistisch minimalistisch, mal ausufernd episch, liefern klare Statements und lassen dabei immer wieder Raum für Improvisation, was die Expressivität des Sounds noch weiter vertieft. 2017 lieferten WHO’S THE BAD GUY mit der selbstbetitelten EP eine erste Kostprobe ab. 2021 präsentiert sich die Band, jetzt mit einem neuen internationalen Lineup verstärkt durch die jungen israelischen Talente Tal Arditi (Gitarre) und Or Rozenfeld (Bass), mit ihrer aktuellen EP “Disziplin”. Sie gibt mit den fünf Tracks einen guten Eindruck was dieses Trio ausmacht und einen Ausblick auf eine vielversprechende Zukunft. Idealer Anspieltipp ist Track #3: Bei Baum reizt das Trio seine Experimentierfreude weiter aus. Ein chilliger Basslauf trifft auf kleine System Of A Down Stil-Elemente und fließt in schönen Blues-Rock über. Die Spielfreude hat hörbar versierte Züge, die über Barlounge Jazz/Blues Rock hinausgehen, zumal nach hinten raus erneut progressiv endend. Ein Album ist bereits in Planung und steht in den Startlöchern, das Repertoire erweitert sich stetig – wer weiß, was da noch alles auf uns zu kommt. (ithinkitsgonnabegreatrecords) P.Ro

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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