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Speech

Steamhammer

Für den Mai präsentieren wir das letzte Album von Steamhammer, das 1972 erschien und somit nächstes Jahr 50-jähriges Jubiläum feiern kann. Steamhammer war eine der besten Bands während des britischen Blues-Booms der 60er Jahre, ihre letzte Produktion „Speech“ tönt dagegen ganz anders und überzeugt auch heute noch. Klar, dass deshalb diese Scheibe in unserer Reihe „From the vaults“ gewürdigt wird, auch wenn zum Jubiläum noch ein Jahr fehlt.

Traditioneller Blues gepaart mit damals populärer Rockmusik – diese Faktoren machten Steamhammer, eine der populärsten Livebands der späten 60er Jahre im UK, aus. Das Original Line-Up bestand aus Martin Pugh (lead guitar), Kieran White (vocals), Martin Quittenton (rhythm guitar), Steve Davey (bass) und Michael Rushton (drums). 1969 kam Steve Jollife (Flöte und Saxophone) noch in die Band und als neuer Schlagzeuger Mick Bradley. Mit Jollife änderte sich der Musikstil der Band, der Sound wurde jazziger, aber wegen musikalischer Differenzen verließen Sänger White und auch Gitarristen Quittenton die Band. Bis dahin wurden drei Alben eingespielt: Reflection (Junior’s Wailing) (1969), MK II (1969) und Mountains (1970). Mit einem neuen Trio-Line-Up spielte Lead-Gitarrist Martin Pugh, als einziger aus der Urbesetzung übrig, zusammen mit Drummer Bradley und dem neuen Bassisten Louis Cennamo 1971 das vierte, und wie sich zeigte letzte Album von Steamhammer ein. Als die Stücke dafür aufgenommen wurden, hatte die Band ihren Stil zu eher progressivem Rock hin geändert. Nur drei Stücke sind auf diesem Longplayer enthalten, zum einen das mehrteilige „Penumbara“ mit über 22 Minuten Spielzeit sowie die etwas kürzeren Tracks „Telegram“ und „For Against“. Mit „Speech“ veröffentlichte die Band das letzte Album, da der überraschende Tod von Drummer Bradley 1972 zur Auflösung führe. Es ist ein weiterer Meilenstein der Band, obwohl es mehr in die progressive Rock-Richtung driftete. Wer Gentle Giant, Yes oder frühe King Crimson mag, dem werden diese Songs auch gefallen. Wer Steamhammer in seinem Plattenschrank stehen hat, muss dieses Album mit dazustellen. Von Repertoire Records wurde das Album jetzt neu remastered und im Frühjahr 2021 auf 180 g Vinyl neu veröffentlicht! (Repertoire) P.Ro

 

 

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