altemaelze

Sick To The Bone

Laino & Broken Seeds

Wieder mal eine Doppel-Rezi – und es zeigt sich, wie verschieden die Geschmäcker sind!

Hey, not that is southern! Deeply southern… deep down from… Bologna! Aber Herr, das hört man diesem Ding nun wirklich nicht an. LAINO & BROKEN SEEDS stammen zwar aus Italy, aber präsentieren ihren Psychedelic-Blues-Rock in pure american style. Schon beim Opener ihres zweiten Albums ‘Sick To The Bone’ glaubt man erst mal, ‘ne ZZ TOP-Scheibe erwischt zu haben – aber die Slide-Gitarre ,die kurz nach dem Intro folgt hat Mr. Gibbons nicht drauf. Also: Aufgenommen wurde das Release in Italien, abgemischt jedoch durch J.D. Foster in Chicago/Il. Zu hören gibt’s acht Monstertracks irgendwo zwischen Contemporary Blues und klassischem Acid/Hard Rock, streckenweise mit ganz leichten Country-Anleihen. Musik, die ich derzeit so dringend brauche wie das Maultier das Wasser. Einziger Kritikpunkt: Das (CD)-Cover ist für mich nahezu unlesbar – da hat der Designer Nana “Oktopus” Dalla Porta ein wenig zuviel vom magischen Kaktus gekostet… A propos CD: Das Ganze wird’s zusätzlich auch in 300er Auflage als Purple Vinyl geben! (Off Label Records) TheRealPal

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Vier Jahre nach dem Debütalbum „The Dust I own“ veröffentlichten Laino & Broken Seeds ihr zweites Album „Sick to  the Bone“. Mir war der italienische Musiker und seine Begleitband bis dato unbekannt. Was wohl auch daran liegt, dass der Blues nun nicht gerade zu der Musikrichtung gehört wo ich richtig Zugang finde. Vor allem, wenn er eher im Delta Blues mit psychedelischen Musikeinflüssen beheimatet ist. Ich bin dann eher der Blues Rock Fan a la Gary Moore, Joe Bonamassa oder, wenn es etwas traditioneller wird, B. B. King. Mit dem neuen Opus von T.G. Copperfield z. B. kann das Teil hier dann gar nicht mithalten, obwohl die Band früher mal auf dem gleichen Label sogar war. Sind die beiden Einstiegssongs „Spells and Magic“ und „Way up above“ noch etwas rockig und erinnern an eine Lite Version von ZZ TOP so ab Mitte der 90er Jahre, schlafen einem beim lahmen Titelsongs die Füße ein. Auch der nächste Song „Lost Dead Island“ ist nicht wirklich besser. Kurz bevor man dann wirklich am Einnicken ist gibt es mit „Sleepthinkers“ und dem mit cooler Hammondorgel (?) verfeinerten und schöne Gitarrenarbeit versehenen „Singin the Blues around Booze“ nochmal zwei flottere Nummern. Leider ist die Gitarrenarbeit sonst wenig abwechslungsreich. Immer das gleiche Bottleneckgeschrubbe auf der Resonatogitarre, die dann eher wie eine Akustikgitarre klingt. Zudem ist der Gesang nun auch nicht so mitreißend, dass mich das richtig gut produzierte Album aus den Cowboystiefeln haut. Auch ein mit knapp 32 Minuten sehr kurzes Album kann einem leicht doppelt solange vorkommen. Leider nix für mich und mir dank der vier einigermaßen passablen Songs 3,5 Sterne wert. Bluesfans hören hier dennoch mal rein bei YouTube bevor sie einen Blindkauf wagen. Das Teil gibt es nämlich nur auf Vinyl (eventuell mit dem Bonustrack „Vita Malate“ dem Titelsong in Italienisch gesungen) oder als mp3 Download. CD Käufer schauen in die Röhre. (Off Label Records) HJH

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