altemaelze

Heartbreaks and Breakdowns

The Golden Creek

The Golden Creek machen Musik für Menschen, die gerne zuhören, hinhören, sich genüsslich lauschend treiben lassen. Ihr Sound ist dabei unaufgeregt, gefühlvoll und konzentriert.

Eines kann ich Euch sagen, diese Jungs führen einen volle Kanne in die Irre. Ich war mir nach den ersten Tönen sicher, dass es sich um eine Americana-Band aus Nordamerika handelt. Weit gefehlt, die sind aus Norddeutschland, exakter – aus Hamburg! Fischköppe mit Südstaatensound, wie kann das gehen? Wer sie einmal live erlebt hat weiß, dass er eine Band vor sich hat, der es schlicht darum geht ehrliche gute Songs zu schreiben; und der es um handgemachte Musik ohne Samples und sonstige Tricks geht. The Golden Creek machen Musik für Menschen, die gerne zuhören, hinhören, sich genüsslich lauschend treiben lassen. Ihr Sound ist dabei unaufgeregt, gefühlvoll und konzentriert. Ihre Texte handeln von Nächten in dunklen Ecken ruhiger Bars, von Elvis Costello und von dem Typen aus Taxi Driver. Sie drehen sich um Leben, Liebe, Hoffnung, Enttäuschung, Alkohol. Die Songs sind geprägt von dreistimmigem Gesang und werden dabei von Klavier, Gitarre, Bass, Drums und Lapsteel getragen. Es geht auf „Heartbreaks…“ eher besinnlich zu, es dominiert eine leicht melancholische Stimmung, jedoch darf es auch mal punktuell rocken.
Fünf Jahre hat sich die Band Zeit gelassen, um nun ausgerechnet in diesen düsteren und verrückten Tagen ihr zweites Album zu veröffentlichen. Und schon das Cover lässt keinen Zweifel daran: Auch diesmal hat die Band Geschichten zu erzählen, die unter die Haut gehen. Das hört und spürt man, wenn sich der neue Longplayer der fünf Hamburger auf dem Plattenteller dreht. Neben Matthias Abel (Gitarre, Gesang) und Axel Lemmerz (Lap Steel) hört man auf der aktuellen LP Josef Abel, Matthias Bruder, an den Pianos und der Hammond. Malte Mertz (u.a. Gitarrist bei „Clara Bow“) ist wie schon auf dem ersten Album am Bass dabei und Christoph Schöttler bedient kompetent die Drums. Für das psychedelische Cover-Design ist David Girard verantwortlich und Jule Matthias hat daraus das Video für den Song „We loved Elvis“ gezaubert. Die Scheibe klingt so gut wie die besseren Veröffentlichungen auf dem feinen „Blue Rose-Label“! (Off Label Records/Broken silence) HuGe

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