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Arc of Life

Arc of Life

Schon bei den ersten Klängen muss man unwillkürlich an den komplexen Progrock von YES denken!

ARC OF LIFE besteht aus den aktuellen YES-Mitgliedern Jon Davison (voc., g.), Billy Sherwood (b., voc.) und Jay Schellen (dr.). Komplettiert wird das Quintett von Keyboarder Dave Kerzner (Sound Of Contact, In Continuum) und Gitarrist Jimmy Haun. Damit tritt ARC OF LIFE als eine neue Supergroup im Prog-Rock sehr früh 2021 in Erscheinung, um die Messlatte der Prog/Melodic-Rock-Alben des Jahres von Beginn an sehr hoch zu hängen. Schon bei den ersten Klängen muss man unwillkürlich an den komplexen Progrock von YES denken. Sogar der Gesang erinnert an die helle, hohe Stimme von Jon Anderson. Freilich ist es schwierig im Progrock- bzw. im YES-Universum an die Qualität von YES-Meisterwerken wie „Close to the Edge“, „Yes Album“ oder „Fragile“ heran zu kommen; diese Meisterwerke sind einfach nicht zu toppen. Ausflüge in allzu seichte Gewässer – in die YES später mitunter geriet – haben Arc of Life zum Glück vermieden; hier spielt die Band virtuosen, munteren Progrock in der typischen 70ies-Artrock-Manier. Auch die beiden Sänger wollen nicht nur Jon Anderson kopieren, sondern beherrschen – wie auf dem Song „Locked down“ mit rockig-multiplen Satzgesang mit Biss. Ein bisschen fehlen mir erweiterte Dynamik- und Spannungsbögen, sowie Balladen wie beispielsweise „You and I“ vom 1972er „Close to the edge“ oder „Heart of the Sunrise“ vom YES-Album „Fragile“. Auf ARC OF LIFE wird kontinuierlich Gas gegeben und abgerockt. Trotzdem – zweifellos eine starke NeoProg-Scheibe dieser Briten. (Frontiers) HuGe

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