altemaelze

Waterside

Gary Hughes

14 Jahre nach seinem ersten Solowerk „Veritas“ erschien vor kurzen mit „Waterside“ das zweite Soloalbum des Sängers Gary Hughes, seines Zeichens auch Mastermind hinter der britischen Hard Rock Band Ten.

14 Jahre nach seinem ersten Solowerk „Veritas“ erschien vor kurzen mit „Waterside“ das zweite Soloalbum des Sängers Gary Hughes, seines Zeichens auch Mastermind hinter der britischen Hard Rock Band Ten. Auf Grund seiner Gesangstimme leicht wiederzuerkennen, lässt sich die musikalische Nähe zu der Stammformation nicht verleugnen. Es fehlen hier eigentlich nur ein gewisse Grundhärte sowie der leicht keltische Einfluss, obwohl von Ten der Drummer und der Gitarrist mit an Bord sind. Das Album beginnt mit “All At Once It Feels Like I Believe” (die Japan CD hat den Song dann zudem als Bonus noch in einer Akustikversion drauf) dann schon mal leicht balladesk, gemächlich – lässt aber natürlich schon mal die Verbindung zu Ten erkennen, wie auch die rockigeren „The Runaway Damned“ und „Video Show“. Der mit fast acht Minuten epische Song „Lay Down“ ist leider der Track, der mir am wenigsten gefällt: ist der mindestens zwei Minuten zu lang und braucht entsprechend, bis er in die Pötte kommt. Auch die extrem oftmalige Verwendung des Titels als Refrain ist nun nicht so meins. Damit es dann nicht zu rockig wird, werden noch zwei weitere Balladen feilgeboten mit „Screaming In The Half Light“ und das mit einem schönen Gitarrensolo versehene „When Love Is Done“ zum Abschluss des Albums. Die Gitarren liefern dann auch über das ganze Album verteilt schöne Soli, werden aber so richtig nur bei „Save My Soul“ bzw. „Seduce Me“ von der Leine gelassen, da aber dann so richtig mit gleich zwei Soli pro Song. Während ersterer dann total nach „Rock ‘n’ Roll Mercenaries“ von Meat Loaf feat. John Parr erinnert, tönt der zweite nach aktuellen Uriah Heep. Und dann hätten wir noch den richtig tollen und komplett aus dem Rahmen fallenden Titelsong, der sich in seiner Art nach Modern Country a la Billy Ray Cyrus, gemixt mit Bon Jovi zu „Lost Highway“-Zeiten mit besserem Gesang als Jon Bon Jovi in den letzten Jahren und einen Honky Tonk Piano Part zum Abschluss, anhört. Dazu gibt es auch ein offizielles Video bei YouTube zu begutachten. Leider wird die so Frontiers Records typische, schwache Produktion, und hier vor allem der echt grausame Drumsound, der den Drummer aus Fleisch und Blut wie einen Drumcomputer klingen lässt, dem tollen Album nicht gerecht und sorgt für einen halben Punkt Abzug. Das erinnert dann leider an die musikalisch so tollen Frühwerke von TEN, die auch extrem schlecht produziert waren. Hier wäre es besser gewesen auf einen Könner wie Dennis Ward zurückzugreifen, der auch die letzten TEN Alben hervorragend gemischt hatte. Somit verbleiben noch fünfeinhalb Punkte meinerseits und eine Kaufempfehlung wenn man über diese Dinge hinwegsehen kann. (Frontiers Records) HJH *****/*

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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