altemaelze

Vultures die Alone

Arion

Großes Kino und von mir mit sechs Sternen nicht zu hoch bewertet. Klarer Kauftipp!

Die finnische Melodic Metal Band Arion veröffentlicht im April 2021 mit „Vultures die Alone“ ihr drittes Album seit Bestehen, wobei mir die ersten beiden CDs nicht aufgefallen sind. Geboten wird klasse produzierter, melodischer Metal mit einer ordentlich Portion aktueller In Flames (gleich beim brettharten Einstieg „Out of my Life“, beim Quasititelsong „A vulture dies Alone“ und dem härtesten Track „I Love To Be Your Enemy“). Dazwischen tendiert es mal Richtung Hammerfall und Sabaton im tollen „Bloodline (Feat. Noora Louhimo)“, dann wieder Richtung Powerballade wie „In The Name Of Love (Feat. Cyan Kicks)“. Die Gitarre steht instrumental im Vordergrund und feuert technische feine Soli ab, die aber nie zum Selbstzweck verkommen. Die Musiker sind absolute Könner an ihren Instrumenten und vor allem die Keyboards setzten im Zusammenspiel mit der Gitarre und der sehr wandelbaren Stimme Akzente. Die Produktion ist richtig fett geraten, weiß aber auch in den ruhigen Momenten zu überzeugen. Ein perfektes Beispiel ist der Abschlusssong „Until eternity ends“, wo mir Linkin Park und vor allem Chester Bennington in den Sinn kommen. Streicher, Keys, Piano bestimmen die Musik hier bei dieser wunderschönen Ballade. Komplett aus dem Rahmen fällt “Where The Ocean Greets The Sky“ – ein Instrumental, dass gerne auch für einem Soundtrack für die Serie „Outlander“ verwendet werden könnte. Streicher, dicke Gitarrensoli, irischen Folklore kennenzeichen den Song, der so auch auf der Bonus-CD der aktuellen Nightwish Scheibe Platz gefunden und dort dann das Highlight dargestellt hätte. Fazit: Großes Kino und von mir mit sechs Sternen nicht zu hoch bewertet. Klarer Kauftipp! (AFM) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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