altemaelze

Poetica

Stranger Vision

Fazit: Hammerdebüt dieser Italiener!

Die italienische Metal Band Stranger Vision veröffentlicht mit „Poetica“ ihr Debüalbum. Wer bei Italien und Metal dann eher an Rondo Veneziano aka Rhaposdy on Fire usw., denkt liegt ihr falsch, auch wenn deren Gitarrist ein Gastsolo feilbietet. Geboten wird mit viel Schmackes und Herzblut gespielter Power Metal eher deutscher Prägung mit  Einflüssen von u. a. Savatage oder Riot. Was es hier nicht gibt sind Einflüsse von In Flames, also eher Melodic/Modern Death Metal wie im Promozettel zu lesen. Der Gesang ist wirklich top, auch wenn man ab und zu dann den charmanten italienischen Akzent durchschimmern hört. Geschenkt. Die Gitarristen sind Meister ihres Fachs und schütteln sich mit einer Leichtigkeit lässige Soli aus dem Ärmel, dass es nur so raucht.  Der Drummer muss muskulöse Arme haben, so wie er das Kit verdrischt. Die Double Bass Drum raucht nur so. Nur den Bassisten hör ich zumindest nicht raus, obwohl die Produktion fett ist. Unter den 13 Songs (Track #1 und #14 sind ein Intro bzw. Outro) gibt es keinen Ausfall. Die Songs sind einigermaßen komplex, aber nicht übertrieben und bewegen sich alle zwischen vier und knapp unter sechs Minuten. Drei Balladen mögen dem einen oder anderen Hörer vielleicht zu viel des Guten sein (#6 „Memories of You“ mit tollem weiblichen Duettgesang mit Gastsängerin Alessia Scolletti, #11 „Wish“ mit viel Grande Piano und der Bonus Track #15 „Soul Redemption“ (in metallischer Form Song #4), der in der „Deep Version“ nur mit Piano, Keyboards, Streicher (aus der Konserve?) und Akkustikgitarren wie ein Manowar Song anmutet), aber mir gefällt es so, sind sie doch noch immer schön rockig angehaucht und bis aus eine auch mit Gitarrensoli unterfüttert. Riot, vermischt mit neueren Helloween, standen Pate bei Song #8 „Rage“ (plus Intro „The dying Light“ Nummer7) während bei einem bei Track #13 „Hero of the new World“ Savatage’s „Taunting Cobras“ in den Sinn kommt und erstaunlicherweise der einzige eher durchschnittliche (!) Song „Before the Law“ mit Gastsänger Zachary Stevens von eben Savatage. Die „deutsche“ Metalfanfraktion darf sich zum guten Reviewabschluss noch an eine Mischung aus Blind Guardian/Helloween und Gamma Ray erfreuen in Form des härtesten Tracks auf dem Album „Defying Gravity“. Fazit: Hammerdebüt für das ich gerne knappe sechs Punkte zücke und mich auch nicht von der Länge von knapp 62 Minuten erschrecken lasse. Bei YouTube gibt es wie immer offizielles Video zu begutachten. (Pride & Joy Music) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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