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Johnny Firebird

Band-Feature April 2021

Die Band kann 2021 ihr Zehn-Jähriges feiern.

Wie klingt es, wenn The Damned mit Killing Joke zum Saufen gehen, zufällig The Clash treffen und dann die ganze Nacht sleazigen Rock`n´Roll hören? Nach Meinung der Fünf von Johnny Firebird eben so, wie sie selbst klingen! Das Projekt von vier Mitgliedern von USE TO ABUSE und dem charismatischen Sänger der HOLY KINGS hat vor gut zehn Jahren zusammengefunden. Die Band kann also 2021 ihr Zehn-Jähriges feiern. Sie wollten den Beweis antreten, dass songorientierter, melodischer Punkrock auch anders geht und noch lange kein Relikt der 70er Jahre ist. Beeinflusst von Genregrößen wie The Clash, Rancid und den Beatsteaks beackern die fünf Regensburger seitdem ohne Scheuklappen Punkrock, Ska und klassischem Stadionrock, ohne in die allzu bekannten Klischees zu verfallen, um dem vermeintlich verstaubten Genre neuen Spirit einzuhauchen. Was diese Band neben ausgeklügelten und eingängigen Songs auszeichnet, sind ihre schweißtreibenden Live-Shows. Während die tight eingespielte Rhythmusfraktion um Heinz Lehmann an den Drums, Joachim „SCX“ Radewaldt am Bass und J. D. Stroy an Rhythmus-Gitarre einen mächtigen Klang-Teppich webt, tobt sich der Rest der Bande auf diesem ordentlich aus. Während Christof Stich mit seiner Gitarre durch die meist hart feiernde Menge wirbelt, erstürmt Sänger und Paradiesvogel Schtifn J. Firebird Podeste, Tresen, Menschen, also alles was sich für eine gelungene, nach berühmten Vorbildern wie Pink Eye von Fucked Up oder Matt Caughthran von The Bronx, während der Show stürmen lässt. Zahlreiche Konzerte in Deutschland, Österreich und Tschechien zementierten den Status der Band als berüchtigten Live-Act. Daneben haben sie in diesen Jahren vier Alben eingespielt. Das erste, „First flight“, entstand unter Verwendung von Songs, die der Sänger für ein Solo-Album geschrieben hatte und einigen neuen Songs, die dank der blendenden Chemie rasch in den Proben arrangiert wurden. Dann kam der Nachfolger mit „Hope dies First“ auf dem neuen Label-Kollektiv „Ghost Town Noize“ und zeigt, dass die Band ihren Sound gefunden hat. Trotz zahlreicher Variationen kann man die gemeinsame, eigene Handschrift der Band aus dem gesamten Material heraushören. Der Titel dieses Albums ist zugleich programmatisch: Die Hoffnung auf die große Karriere, nach den überaus zahlreichen Rückschlägen in der Jahrzehnte währenden musikalischen Vita der Beteiligten, haben die fünf Regensburger längst aufgegeben. Erstmal von den Zwängen der klassischen Zwängen einer Musikkarriere befreit, musiziert es sich im besten D.I.Y.-Sinne nämlich am Besten: Denn was zählt ist der hedonistische Spaß am gemeinsamen Musizieren, die langjährige Freundschaft und auf der Bühne Vollgas zu geben. Mit „Finders Keepers, Losers Weepers” legte die Combo dann 2017 ihr drittes und wohl auch politischstes Album vor, gefolgt 2019 von “Wide awake”. Auch bei diesem Longplayer sehen sich die Regensburger Feuervögel mehr denn je verpflichtet, nicht nur ihren gewachsenen Sound, sondern vor allem ihre liberale Botschaft in jedes erreichbare Ohr zu pusten. Sie zimmern mit ihren brandheißen neuen zwölf Tracks “ein antirechtes Manifest in die Weiten des Genres, das trotz der mahnenden Stimmen und tiefgreifenden Texte so beschwingtes Beiwerk wie Hooks und Tanztauglichkeit nicht vernachlässigt. Auch beim Hören ihres vierten Longplayers dürften Punks und Rocker deshalb gleichermaßen ins Antlitz der Erleuchtung blicken: Dreckige AC/DC-Riffs werden von verträumten Bowie-Anleihen und schmierigen Sleazeparts abgelöst, klassische Streetpunknummern treffen authentisch auf unkitschiges Balladenwerk.” So ist’s in einer Kritik nachzulesen. Eigentlich sollte inzwischen schon der nächste Longplayer fertig sein, doch Corona machte auch ihnen einen fetten Strich durch die Rechnung. Zuletzt rockten sie im Sommer 2020 bei einem convid-19-entsprechend organisierten Konzert im Thon Dittmer Palais in Regensburg und einem “Abstandskonzert” in München, das wars. Ist also derzeit nichts mit Album und einer Tour. Aber sie lassen sich nicht kleinkriegen. 2020 Jahr war für die Band zwar still und leer, aber sie veröffentlichten schon mal “Twenty Empty” als Single – und hoffen auf 2021!

Fotokredit: Band-Homepage

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/johnnyfirebirdmusic

Hier drei Videos:

https://www.youtube.com/watch?v=4ovoCzITZh8&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=UNKaBtic0Wk&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=7cbRTTvDGXk

 

 

 

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