altemaelze

Spiritual Violence

Budderside

Fünf Jahre nach ihrem gleichnamigen Debüt liegt jetzt das zweite Album vor.

Die amerikanische Band Budderside veröffentlicht Ende März mit „Spiritual Violence“ fünf Jahre nach ihrem gleichnamigen Debüt auf dem Label Motörhead Music ihr zweites Album. Eingespielt von einer runderneuerten Mannschaft (bis auf Bandgründer und Sänger Patrick Stone ist keiner mehr von früher an Bord) und produziert von Starproduzent Jay Baumgarden und gemastert von der Koryphäe Howie Weinberg gibt es soundtechnisch nix zu meckern. Der Stoff drückt fett aus den Boxen, allein es fehlen den relativ kurzen zehn Songs bzw. dem Album (grad mal 36 Minuten lang) etwas die memorablen Songs, die einem dann auch nach fünf Tagen noch im Gedächtnis bleiben. Die Musik selbst könnte man grob als eine Mischung aus Modern Rock a la Shinedown gepaart mit 30 Seconds to Mars oder Fall Out Boy, etwas Sleaziger Metal, ein bisschen Cheap Trick (Track # 2 „Zen“) und Alice in Chains (Track # 3 „Amber Alert“ mit Gastsängerin Carla Harvey von den Butcher Babies) sowie Motörhead (beim mit einem Gastsolo von Phil Campbell veredelten „Pardon me“) beschreiben. Meine persönlichen Favoriten wäre dann auch das bereits erwähnte „Zen“, das richtig coole und rockige Johnny Cash-Cover „Folsum Prison Blues“ sowie die Ballade „Things we do“, die sich anhört wie Cher als Gast bei Ozzy Osbourne und Guns n‘ Roses, die zusammen „November Rain“ performen mit viel Streichern und Piano. Richtige harte Songs gibt es dann noch zum Ende raus mit „Soul Searchers“ und „Daygobah“, wo dann auch die beiden Gitarristen mal in etwas längeren Soli zeigen dürfen, dass sie was drauf haben an ihrem Instrument. Die Rhythmusfraktion ist sehr solide, der Gesang gefällt auch mit seiner rauhen Art. Ich würde es mir nun nicht kaufen, vergebe aber dennoch mal vier Punkte. Bei YouTube hat die Band zudem etliche Songs eingestellt, so dass man sich dort vorab mal einen ersten Höreindruck geben kann und dann über einen potenziellen Kauf entscheidet. (Motörhead Music/Silver Line Music) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

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