altemaelze

Wednesdays

Ryan Adams

„Wednesdays“ ist Adams’ erstes Album seit drei Jahren.

Ryan hat uns lange warten lassen. „Wednesdays“ ist Adams’ erstes Album seit drei Jahren. Beim ersten Song startet bei mir gleich die Assoziationshirnregion für Ähnlichkeiten. An was erinnert mich diese Stimme? Nach 30 Sekunden hatte ich es – das Stück klingt verflixt nach „Harvest Moon“ von Neil Young. Was durchaus als Kompliment zu verstehen ist. Darauf folgt eine zarte Ballade mit feinen Akustikgitarren und Ryans wandelbarer Stimme; der kann mal bluesig-rauchig – um im nächsten Song wie Neil Young zu klingen. “Wednesdays” ist rau, verletzlich, ehrlich und auf das wesentliche reduziert. Primär hören wir auf Ryans neuer Platte seine Stimme und die Akustikgitarre; selten wird es rockig(er). Deshalb ist „Wednesdays“ eindeutig in der Schublade Folk bzw. Country einzuordnen. Die Musik nimmt den Hörer mit auf einen tiefen Tauchgang, der das komplexe Herz von Ryan Adams erforscht, auf eine Reise voll von Liebe, Schmerz und Liebeskummer. Offenbar haben erfolgreiche Musiker auch ihre Beziehungsprobleme bzw. noch mehr als unsereiner. Mit der Zeit wird mir das Ganze dann doch etwas zu melancholisch, das ist keine Scheibe für die einsame Insel. Da würde ich andere Veröffentlichungen von ihm vorziehen, auch wenn hier zwei bis drei echte akustische Perlen zu finden sind. “Wednesdays” wird auf CD und LP erhältlich sein. Die LP wird eine exklusive 7″/Single mit zwei Bonustracks enthalten. (Paxam) HuGe

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

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