altemaelze

Empires in the Sun

Thorium

Einzelne Songs herauszuheben verbietet die Klasse dieses Albums.

Die belgische Metal-Band Thorium veröffentlicht am 19. März mit „Empires of the Sun“ ihr Nachfolgealbum zum 2018er Debüt „Thorium“, das ich leider nie gehört habe. Dreifünftel der Band bestehen aus Musikern der belgischen Heavy Metal-Legende Ostrogoth, die seit 1980 aktiv ist. Damit ist zumindest in etwa klar, wo die musikalische Reise hingeht. Thorium bieten hier eine grandiose Mischung aus Speed/Heavy Metal in der Schnittmenge von Metal Church (#5 More Than Meets the Eye), Sanctuary (#8 Winterfall), etwas Queensryche, Helloween zur Keeper-Phase (#10-12: 1302), Iron Maiden (#6 Empires in the Sun: der ruhigere, instrumentale Mittelteil mit seinem Basslauf)  oder auch Gamma Ray mit Ralf Scheepers am Mikro. Die Produktion ist der Hammer, man hört den fetten Bass raus wie weiland bei Iron Maiden, Drums, Gitarren, Gesang alles brillant gemischt. Die Musiker selbst sind absolute Profis an ihren Instrumenten, die Gitarristen schütteln sich die genialsten Soli aus dem Ärmel als wäre es nix, und über allem thront der Gesang von Sänger David Marcelis, der bei all den vorgenannten Bands ebenfalls eine Topfigur machen würde. Interessante Guestvocalbeiträge von Arjen A. Lucassen (Ayreon) oder Joe Van Audenhove (Evil Invaders) sind dann noch das Tüpfelchen auf dem I. Das ganze Album ist Balladen-frei, wenn man das Intro mal weglässt. Einzelne Songs herauszuheben verbietet die Klasse dieses Albums. Ich mach es dann doch an einer Stelle, nämlich dem „Keeper of the seven Keys“ der Band, dem dreiteiligen über 18 minütigem „1302“, das mit einem rein auf akustischen Gitarren und melodischem Gesang basierenden Teil #1 beginnt und Teil #2 endet und als Mittelstück dann alle Facetten an schnellen, langsamen, ruhigen Parts abdeckt mit vielen Soli, akustischem Gitarrenpart inklusive Frauengastgesang von Anneleen Olbrechts. Ein Meisterwerk. Ich vergebe mal begeisterte sieben Punkte und hoffe, dass das Album dann auch flächendeckend verfügbar sein wird. Auf der Bandcamp-Seite der Band kann man das ganze Album dann auch anhören. (Dutch Music Works) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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