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Weekend in London

George Benson

Mit ‚Weekend In London‘ bekommt jetzt jeder die Einladung sich auf das rote Samtbankett des Ronnie Scott‘s zu begeben, einen Scotch on the Rocks zu bestellen und mit den Klängen Bensons honigsüßem Gesang und seinen flüssigen Gitarrenlicks das wohl beste Live-Outfit des modernen Jazz zu lauschen.

Der achtfache Grammy-Gewinner George Benson spielte 2019 im prestigeträchtigen Londoner Ronnie Scott’s Jazz Club – nur eine Handvoll glücklicher Fans waren anwesend, als die Lichter in dieser magischen Nacht im Jahr 2019 ausgingen. Mit Kevin Shirleys dynamischer Produktion von ‚Weekend In London‘ bekommt jetzt jeder die Einladung, sich auf das rote Samtbankett des Ronnie Scott‘s zu begeben, einen Scotch on the Rocks zu bestellen und mit den Klängen Bensons honigsüßem Gesang und seinen flüssigen Gitarrenlicks das wohl beste Live-Outfit des modernen Jazz zu lauschen. Die Show, die zu ‚Weekend In London wurde‘, spiegelt einen sagenumwobenen Abend, der in die Geschichte des Clubs eingehen wird. Die Setlist glänzt mit zahllosen Höhepunkten seiner Karriere, darunter „Give Me The Night“ aus den 1980er Jahren, Fan-Favoriten wie „Love X Love“ und „In Your Eyes“ oder klassische Cover wie Dave Bartholomews „I Hear You Knocking“ und Donny Hathaways „The Ghetto“. Für Jazzfans liegt natürlich ein Teil des Reizes in der Improvisation – und ‚Weekend In London‘ zeigt das Benson hier einer der Besten in der Branche ist.

Mit ‚Weekend In London‘ schließt sich für Benson der Kreis. Der erfahrene Künstler schätzt, dass es etwa ein halbes Jahrhundert her sein muss, als er zum ersten Mal im sagenumwobenen Club in Soho spielte. In den frühen 70er Jahren kam er als heißester US-Jazz Import nach London. „In dieser Woche kamen unter anderem der große John Williams, der damals die Nummer Eins unter den Klassikmusikern der Welt war. John McLaughlin war der aufstrebende Meister an der Jazzgitarre, und er kam fast jeden Abend, um mich spielen zu hören“, erinnert sich Benson. „Ronnie Scott stellte uns jeden Abend vor und sagte dem Publikum, das sie zum Reden nach draußen gehen könnten, aber hier drinnen im Club mögen sie still sein.“ “Ich liebe den Club immer noch”, fährt Benson fort, “für das, was er repräsentiert, und seine Langlebigkeit, das Publikum und die Atmosphäre. Es ist ein unglaublicher Ort für Konzerte. Ich war schon für Big Bands dort. Ich habe dort Buddy Rich gesehen. Ich habe über die Jahre großartige Musik in diesem Lokal gehört.”

„Im Grunde ist die ganze Show improvisiert, bis auf die Melodie selbst und das Grundgerüst jedes Songs“, erklärt Benson. „Wir spielen die Arrangements, um das Publikum daran zu erinnern, welchen Song es gerade hört, aber dann können wir immer wieder Improvisationen einstreuen.“ Wenn sich Benson auf Ronnie Scotts beengter Bühne wie zu Hause fühlt, dann deshalb, weil er so angefangen hat, vor all den Jahren, bevor er berühmt wurde. Seit seinem siebten Lebensjahr war der als “Little Georgie Benson” bekannte Junge mit der goldenen Stimme eine feste Größe an den Straßenecken, in Drogerien, Jazzlokalen und R&B-Häusern seiner Heimatstadt Pittsburgh. „Ich spielte in jedem Winkel, der mir zur Verfügung stand”, erinnert er sich. „Was die Qualität betraf, spielte ich in den sogenannten ´B´- und ´CHäusern“, erinnert er sich. „Aber so fing alles an, und ich konnte mir erlauben zu experimentieren, und meine Grenzen ausloten. Hätte ich damals in einem großen Nachtclub gespielt, wäre ich sicherlich gescheitert.“

1964 erschien dann sein erstes Soloalbum ‚The New Boss Guitar‘. Im Alter von nur 26 Jahren kam Benson als die Nummer Eins der Jazz Gitarristen nach New York. Spätestens ab den späten 60er Jahren wurde Bensons in der Jazzszene herum gereicht. So spielte er 1968 auf dem Miles Davis-Album ‚Miles In The Sky‘. Und dann kam 1976 das Album ‚Breezin‘. „Bis dahin hatte ich auf meinen Album nur Gitarre gespielt“, sagt er. „Keiner wusste, dass ich auch singen kann. Mein Produzent, Tommy LiPuma, gab mir also nur eine Chance, bei dem Song „This Masquerade“ zu singen. Dieser eine Take ist also der einzige Take der existiert. Und er ging auf Platz 1. Ich gewann einen Grammy für das Album des Jahres. Das hat mein ganzes Leben verändert. Es hat das Leben vieler Menschen verändert.“ Alles was Benson in den darauf folgenden Jahren anfasste verwandelte sich in Gold.

Auch seine Vorliebe zu Kooperationen hat dieser Musiker nie aufgegeben. So arbeitete Benson 2005 mit Rod Stewart, ein Jahr später mit Al Jarreau und für sein Album ‚Inspiration‘ holte er sich 2013 Til Brönner, Wynton Marsalis und Judith Hill ins Studio. Die 2018 veröffentlichte Gorillaz Single ‚Humility‘, auf der Benson zu hören ist, wurde alleine bei Spotify über 75 Millionen mal gestreamt. Während des ganzen Songs schwebt seine Ibanez-GB-Signature Gitarre, die er mitentwickelt hat, durch den Raum – und niemand sonst spielt sie so wie dieser Mann. In einer Zeit, in der die meisten lebenden Legenden zurücktreten und sich in ihrem Tantiemen sonnen würde, gibt es für Benson immer noch diese kreative Neugier, die den altgedienten Jazzmusiker aktiv gehalten und vorangetrieben hat. 2019 veröffentlichte er sein bislang letztes Album ‚Walking To New Orleans‘, wobei er die Hits von Chuck Berry und Fats Domino meisterhaft neu interpretierte. Für George Benson war es ein langer kurvenreicher Weg von den kleinen Bühnen in seiner Heimatstadt Pittsburgh bis zur Jazzmetropole London. Jetzt auf Weekend in London heißt derselbe Club, in dem der junge Benson Anfang der 70er zu Gast war, die ältere, weisere Legende erneut willkommen. Am besten sagte es der Moderator an jenem Abend: “You don’t get stars this big in rooms this small very often, ladies and gentlemen. Please be prepared to be dazzled – Mr George Benson…!” (Mascot) P.Ro

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