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I’ll Be Honest

Catapults

„I’ll Be Honest“ ist eine mitreißend-nahbare Mischung aus Emo- und Skatepunk, die ganz in der Tradition großer Genre-Vertreter wie Spanish Love Songs, The Hotelier oder The Wonder Years steht, mit unnachahmlicher DIY-Attitüde und unbegrenzter Spielfreude aber trotzdem eine frische Eigenständigkeit erreicht.

Wer sich neu finden will, sucht am besten in Altbewährtem. CATAPULTS aus Oldenburg nehmen sich diese Lebenseinstellung auf ihrem Debütalbum gleich doppelt zu Herzen: Die Band zelebriert auf „I’ll Be Honest“ eine mitreißend-nahbare Mischung aus Emo- und Skatepunk, die ganz in der Tradition großer Genre-Vertreter wie Spanish Love Songs, The Hotelier oder The Wonder Years steht, mit unnachahmlicher DIY-Attitüde und unbegrenzter Spielfreude aber trotzdem eine frische Eigenständigkeit erreicht. Gleichzeitig sucht die Band auch durch ihre Lebenseinstellung immer wieder das Neue im Alten. Upcycling spielt eine zentrale Rolle auf der Platte, die so vielleicht genau das Album ist, das die Skateszene in einer Nachhaltigkeit fordernden Zeit gebraucht hat. Besonders sichtbar wird diese Einstellung bereits im Musikvideo zur Leadsingle „IF YOU DON’T MATTER – NOTHING DOES“, für das die Band in Eigenarbeit eine Gitarre aus alten Skateboards gebaut hat. In der dritten Single EVERYTHING (I WISH I COULD CLAIM TO BE) feiern die Oldenburger wiederum Selbstverwirklichung entgegen aller Widrigkeiten. Zu diesem Zweck haben sie ein inklusives Musikvideo in Zusammenarbeit mit dem Bremer Blaumeier-Atelier für Menschen mit Behinderungen gedreht. Catapults verbinden diese thematischen Konzepte mit der für sie charakteristischen Mischung aus energiegeladenen und gleichzeitig leichtfüßigen Instrumentals und einer Gesangsstimme, die gekonnt mit Konventionen bricht, aber jederzeit zugänglich bleibt. Auch wird deutlich, welche besondere Rolle die ehrliche Haltung und soziales Engagement in Leben und Musik dieser Combo spielt. Zu dieser Erkenntnis musste die Band zunächst selbst gelangen, als sie Mitte 2019 die Initialzündung für ihr Debütalbum setzte. Nach zwei im Do-It-Yourself-Verfahren veröffentlichten EPs und Auftritten auf namhaften Festivals wie beispielsweise dem Rock Am Beckenrand sollte für das Album etwas Großes her. Ein Konzeptalbum, 15 Tracks, mit Interludes und doch bitte auch eine komplette Storyline! Alles Quatsch. Stattdessen entschieden die vier Oldenburger sich für eine Sammlung von zehn Songs, die zusammen eines der vielversprechendsten Emo-Punk-Alben der deutschen Punkrock-Szene bilden. Kompromisslose Offenheit und knallharte Selbstreflektion schaffen die rahmende Klammer von „I’ll Be Honest. Aufgenommen haben sie ihr Debütalbum nach fast einem Jahr des Songwritings bereits im März 2020, zusammen mit Sören Kucz, Tom Porcell und ihrem langjährigem Produzenten-Freund Paul Zimmermann in den frisch aufgebauten Limetree Studios bei Hildesheim. Mit „I’ll Be Honest“ will sich die Band in der deutschen Emo- und Pop-Punk-Szene etablieren und eine feste Größe am europäischen Punk-Rock-Markt werden. Da steht derzeit noch covid-19 entgegen, doch es kommen sicher bald wieder bessere Zeiten. Denn Potential hat diese Band. (Uncle M) P.Ro

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