altemaelze

Spoiled Love

Buzzy Lee

Das ist keine Platte für Grunge- oder Indie-Rock-Listeners, die – zumeist langsamen – Stücke wirken oft hingehaucht und versponnen-versonnen.

Um Promotion und Marketing braucht sich Sasha bzw. Buzzy nicht zu kümmern, denn ihr Vater ist Steven Spielberg, einer der fünf berühmtesten Regisseure der Welt, ihre Mutter die bekannte Schauspielerin Kate Capshaw. Ihr Debütalbum veröffentlicht die 30-jährige US-Amerikanerin nun unter dem kryptischen, aber auch irgendwie nichtssagenden Alias Buzzy Lee. Zuvor konnte die Sängerin bereits in mehreren Indieprojekten brillieren, etwa mit ihrem Bruder Theo als Brother/Sister und Wardell, sowie im Duo Just Friends. Nach dem Buzzy-Lee-Minialbum „Facepaint“ (erschienen 2018) soll nun die erste vollwertige Studioplatte „Spoiled Love“ den Durchbruch bringen. Und tatsächlich sind die mit dem langjährigen Freund und renommierten Produzenten Nicolas Jaar einfühlsam instrumentierten Songs durchaus hörenswert. Im Vordergrund erklingen diverse Tasteninstrumente – in Sachen Stromgitarren gibt es eine Fehlanzeige. Ab und zu einige Soundeffekte, dezent eingebautes Elektrogefizzel. Sasha Spielbergs zarte Stimme erinnert ein wenig an Tori Amos oder Fiona Apple. Das ist keine Platte für Grunge- oder Indie-Rock-Listeners, die – zumeist langsamen – Stücke wirken oft hingehaucht und versponnen-versonnen. Mir ist das Ganze letztlich zu ätherisch-unkörperlich, danach bekomme ich Lust auf eine knackig-erdige Folk- oder Rockplatte. (Future Classic) HuGe

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