altemaelze

Lesson learned

Sophie Chassée

Prima vielschichtiger jazzy Folk, der Freunde von Marie Chapin-Carpenter oder Anna Ternheim verzücken dürfte.

Die Sophies haben es offenbar drauf. Man erinnert sich an die wunderbar flüsternde Sophie Zelmani (Tipp!), an Sophie Hunger oder an Sophie Auster etc. Das ist bereits das vierte Album von Sophie (wie sie bislang etwas verkürzt hiess), das die Aufmerksamkeit der Freunde akustischer Singer/Songwriter-Perlen wecken wird. Die Sängerin, Gitarristin, Pianistin, Komponistin und Bassistin Sophie kann nicht nur Folk, sondern auch Jazz; sie war als Session- und Jazzmusiker auf den Bühnen bzw. in diversen Formationen unterwegs. Den ersten „richtigen“ Song hat sie mit zehn Jahren geschrieben. Auch hat die dreiundzwanzigjährige Sophie Chassée mit Alli Neumann gemeinsam beim Rundfunktanzorchester den Bass gespielt. Phuu, bei so einer Hochdosis Multiinstrumentalismus muss ich aufkeimende Neidgefühle niederringen. Naja, bei dieser Familienhistorie hat man es als junge Musikerin nicht allzu schwer, in die Welt der Klangerzeugung hin zu wachsen. Sophie stammt aus einer großen Musikerfamilie. Jeder spielt mindestens ein Instrument, der Uropa war Musikprofessor an der Musikhochschule in Düsseldorf, Opa war Musiklehrer, die Mutter hat in Big Bands Saxophon gespielt, und viele andere aus dem engeren Familienkreis haben Musik studiert oder für sich einfach sehr viel Musik gemacht. Sophies jazzige Fingerstyle-Technik ist formidabel und sehr fein singen kann sie auch. Auch deshalb kann man frank und frei sagen: „Lesson learned“. Prima vielschichtiger jazzy Folk, der Freunde von Marie Chapin-Carpenter oder Anna Ternheim verzücken dürfte. (Acoustic Music) HuGe

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