altemaelze

Vengeance ignited

Sister

„Vengeance ignited“ ist bereits das vierte Studioalbum dieser schwedischen Band.

Die Schweden „Sister“ veröffentlichten mit „Vengeance ignited“ kürzlich ihr bereits viertes Studioalbum. An mir ging die 2006 gegründete Band bislnag spurlos vorbei muss ich gestehen. Geboten wird eine recht wilde Mischung aus hartem Sleaze/Glam Rock a la späte Mötley Crüe, gepaart mit Metal, Punk und etwas Industrial, wie es z.B. Rob Zombie damals zusammen mit seiner Band White Zombie dargeboten hat . Positiv ist der wirklich fette Sound zu nennen und die Kürze des Album mit knapp über 36 Minuten. Auch die richtig schöne Halbballade mit „Whispering Winds“ mit seinem Piano, Akustikgitarrenbeginn und der leichten, härteren Ausrichtung ab der Mitte für die restlichen eineinhalb Minuten weiß durchaus zu überzeugen. Negativ zu Buch schlagen die echt grausigen Vocals von Sänger Jamie Anderson, der mit seinem eintönigen Gekrächze wie eine Mischung aus einem Black Metal-Shouter gepaart mit Angela Gassow-Vocals, die dann versuchen richtig zu singen, daherkommt. Dank der nette Refrains mit Chorgesängen macht es dann den einen oder anderen Song doch wieder einigermaßen erträglich für die Ohren. Die Drums, die sich anhören wie ein schlecht programmierter Drum Computer, tackern in einer Geschwindigkeit und Eintönigkeit ohne Finesse vor sich hin, dass es mich schon nach dem zweiten Track nervt. Leider reißen es die simplen und extrem kurzen Gitarrensoli dann auch nicht mehr raus. Die zehn Songs hören sich bis auf zwei Ausnahmen, das bereits erwähnte „Whispering Winds“ und das knüppelharte so gar nicht zum Rest passenden „Spitfire“, das mich an Pantera zu „Far beyond driven“-Zeiten erinnert, alle vom Aufbau her gleich an. Der Einstiegssong „Bring out the Dead“ und „Primal Rage“ beinhalten dann diesen leichten White Zombie-Touch, während bei „Scream for Pleasure“, einem der drei Titel, die mir dann gefallen haben, Alice Cooper im Geiste vorbeischaut. Der letzte richtig gute Song „Die with a smile“ (cooler Text) kommt relativ gemäßigt daher und hat einen wirklich coolen Refrain abbekommen. Fazit: Drei Sterne für ein Album, das ich sicher nicht mehr auflegen werde.  Bei YouTube gäbe es zu „Bring out the Dead“ ein offizielles Video für die, die der Band dennoch eine Change geben wollen. (Flick Records) HJH

***

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

Share on facebook
Share on twitter