altemaelze

The Beast awakens

Durbin

Wer auf Heavy Metal der 80er Jahre, gemischt mit Hard Rock steht, und seine musikalischen Favoriten unter Iron Maiden, Judas Priest, Dio, Dio mit Rainbow, Riot und etwas Manowar zu finden sind, wird hier sehr glücklich werden

Mit „The Beast awakens“ veröffentlicht der ‚American Idol 2011‘-Teilnehmer James Durbin als Band „Durbin“ sein erstes Album. Innerlich schon auf Verriss eingestellt (das Quiet Riot Album, das er 2019 einsang, war ja eher in Griff ins Klo), muss ich sagen, dass ich hier dann doch einigermaßen positiv überrascht wurde. Wer auf Heavy Metal der 80er Jahre, gemischt mit Hard Rock steht, und seine musikalischen Favoriten unter Iron Maiden, Judas Priest, Dio, Dio mit Rainbow, Riot und etwas Manowar zu finden sind, wird hier sehr glücklich werden. Tönt der Einstieg „The Prince of Metal“ noch total nach Maiden 1981 mit Di Anno als Sänger (es gibt bei YouTube ein absolut schräges offizielles Video dazu) geht es im weiteren Verlauf des Albums quer durch die oben genannten Bands. Mal tönt es nach Judas Priest („The Beast awakens“ härtester Song auf dem Album, „By the Horns“ mit Hammergitarrensolo), dann nach Dio Solo bzw. mit Rainbow („Into the flames“ schön schleppend, „The sacred Mountain“ Dio zu Last in Line Zeiten, „Riders of the Wind“ hier mit dann Dio mit Rainbow). An Riot zu „Thundersteel“ bzw. „The Privileg of Power“ (ohne das Gebläse)  erinnern „Calling out for Midnight” und der beste und mit über sechs Minuten längste Song auf dem Album „Rise to Valhalla“, der mit einem weiteren grandiosen Gitarrensolo glänzt und zum Ende hin mit akustischen und epischen Teilen gar noch Hammerfall und Manowar zitiert. Ein recht moderner Metal Song hat sich auch noch eingeschlichen –  „Kings before you“ im Duett mit Chris Jericho, der nicht so recht auf das Album passt und mir auch wegen dem recht wirren Gitarrensoli nicht gefällt. Ein recht eigenständiges Lied wäre noch das mit einem weiteren tollen Solo und richtig melodische Refrain und extrem hohen Gesang ausgestattete „Evil Eye“, das schön im Ohr hängen bleibt. Einen richtigen Ausfall stellt eigentlich auch, wegen der warum auch immer schlechten Produktion geschuldet,  „Necromancer“ dar, das so gar nicht hängen bleibt. Und dann haben wir doch tatsächlich noch eine Ballade gefunden mit „Battle Cry“. Kitschfrei, toll gesungen und mit Schmackes gespielt, schafft es einen guten Kontrast zum Rest des Albums, auch wenn ich diesen Track eher in der Mitte platziert hätte. Die Produktion ist für Frontiers Verhältnisse relativ gut, könnte aber noch einen Tick mehr Punch und Klarheit vertragen. Die Band ist top was bei Könnern wie dem Bassisten Barry Sparks (u.a. Dokken, MSG, Malmsteen) oder Drummer Mike Vanderhule (Y&T) auch kein Wunder ist. Wer nun die ganzen Soli spielt kann ich bei vier weiteren Gitarristen nicht sagen, die sind aber bis auf wenige Ausnahmen immer sehr gut und dem Songfluss angemessen. Wer Probleme mit hohem Gesang a la Justin Hawkins (The Darkness) hat, wird hier nicht ganz glücklich werden. Denn da hoch geht es gesanglich schon sehr oft. Deshalb wie immer meine Empfehlung, sich die drei offiziellen Videos vor Kauf anzuhören/schauen. Von meiner Seite gibt es mal fünf Sterne. (Frontiers) HJH

*****  

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

 

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