altemaelze

Django

The Ceccaldi Trio

Das ist kein braver Swingjazz, sondern ausgefallener und ausgefeilter genreüberschreitender Folkjazz vom Feinsten.

Der CD-Titel weckt Assoziationen an den berühmten Revolverhelden, der niemals daneben schoss. Das französische Trio schießt mit seiner ungewöhnlichen Instrumentierung (Violon, Gitarre, Cello) und Spielfreude-Pur ebenfalls nicht daneben, sondern – speziell für Freunde ungewöhnlicher Jazzscheiben – voll ins Schwarze. Klar, man fühlt sich bei der Trio-Musik an Django Reinhardt erinnert – auf den hier wohl angespielt wird – der keinesfalls ein texanischer Wildwest-Guy war, aber dafür einer der schnellsten und besten, wenn es um Gypsy Swing geht. Triovorstand Ceccaldi tritt in seine Fußstapfen und erweitert mit seinen kongenialen  Helfershelfern den Klangraum. Das ist kein braver Swingjazz, sondern ausgefallener und ausgefeilter genreüberschreitender Folkjazz vom Feinsten. Galoppierend kommt eine wilde Polka daher, dann wird es weltmusikalisch ruhiger, aber schon im nächsten Song darf der Gitarrist – nicht gerade jazzpuristisch – auch mal am Amp den Verzerrer-Effekt hochregeln und spielt quer in den Rhythmus hinein. „Django“ ist demzufolge keine brave traditionalistische Jazz-Platte, sondern freches und abwechslungsreiches Folkjazz-Potpourri mit eingebauten Überraschungseffekten (Full Rhizome/Broken Silence) HuGe

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

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