altemaelze

Who is to know?

Austin, Epremian, Weller

Geboten wird hier eine musikalische Mischung aus (Irish)Folk und Singer/Songwriter der traditionellsten Art, die Band nennt es selbst Song-Poetry & Tunes.

Das deutsch/englische Trio Austin, Epremian, Weller (mir bis dato völlig unbekannt) veröffentlicht am Mitte Februar sein zweites Album. Geboten wird hier eine musikalische Mischung aus (Irish)Folk und Singer/Songwriter der traditionellsten Art, die Band nennt es selbst Song-Poetry & Tunes. Die sparsam instrumentierten Lieder bauen sich großteils auf akustische Gitarren und der Baritonstimme von Ray Austin auf, der ein ums andere Mal an den großartigen Johnny Cash erinnert. Die anderen beiden Mitmusiker stimmen ab und zu in ein Terzett mit ein und lassen uns dann an Crosby, Stills und Nash denken. Damit es musikalisch dann nicht zu eintönig wird, verfeinern mal Geige, mal Streicher, Keyboards (mal als Piano, mal als Hammondorgel gespielt), eine Tin Whistle, wie beim Instrumental “Merrily kissed the Quaker” (eines der beiden aus dem Rahmen fallenden Lieder) oder gar eine Bottleneck Gitarre wie beim flotten, bluesigen an New Orleans Cajun Musik erinnernden und auf französisch(!) gesungenen “Mississippi Machine” die jeweiligen Songs. “Mississippi Machine” hat zudem noch eine a la Jon Lord solierende Vermächtnishammondorgel am Start hat und ist der zweite aus dem Rahmen fallende Track auf diesem Album. Der Rest der Lieder ist hier eher von der ruhigen Art. Die Musik kann man sich als Mischung aus Pete Seeger, Peter Sarstedt (der Einstiegssong “For a while” erinnert mich in seiner Art an “Where do you go to my lovely”) und dem erwähnten Johnny Cash ansehen. Geeignet ist es für alle Fans von Bruce Springsteen auf seinen “Solo”-Alben “Nebraska”, “The Ghost of Tom Joad” und “The Seeger Sessions”, Neil Young zur “Harvest” Zeit oder Johnny Cash in den 70er Jahren. Mir ist das Ganze auf Dauer etwas zu viel der Langsamkeit (ich kann auch mit den drei oben erwähnten Bruce Springsteen Alben nix anfangen, obwohl ich alle Alben besitze) und somit gibt es nur dreieinhalb Punkte für das toll produzierte und vorzüglich gesungene Opus. Wer aber auf diese Art von Musik steht, kann hier guten Gewissens mindestens eineinhalb Punkte drauflegen und sich das Teil zulegen. Bei YouTube kann man sich ja mal vorab das Debüt-Album “Written in the Night” offiziell anhören und dann noch immer entscheiden ob einem die Musik zusagt. (Wonderland) HJH

***/*

 

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

Share on facebook
Share on twitter