altemaelze

Vibrancy

The Komets

Musikalisch erinnern die Komets beizeiten an kommerziellere Zeiten von Joni Mitchell, eine weniger süße Version von First Aid Kit oder eine folkige Variante von Haim. Perfekte Musik zum Seele baumeln lassen, handwerklich und gesangstechnisch perfekt, stets aber zugunsten des durch die Bank wunderbar gelungenen Songmaterials umgesetzt

Pauli & The Komets klingt beim ersten Hören so ein bisschen nach einem originellen Kinderbuchtitel oder wahlweise der neuen österreichischen Schrammel-Indie-Vorzeige-Band. Aber weit gefehlt: So haben sich die drei Musikerinnen Paulina Urban, Klara Metko und Anna Metko 2016 genannt, um ihre Version von zeitgemäßem, sanftem Folk zu kreieren. Komplettiert wurde die Bandgründung durch das Engagement von Drummer Johnny Ebert. Unter abgekürztem Namen präsentiert das noch recht jung anmutende Quartett mit „Vibrancy“ nun mit neun Songs die Essenz aus vier Jahren Arbeit, abgefeierten Konzerten und individueller Stilfindung. Und, oh boy, das kann sich sehen/hören lassen! Bei der Performance ihrer Version von gefühlvollem Acoustic Indiepop sitzt jeder Wimpernschlag und die Band geht mit einer fast unverschämten Präzision zu Werke. Das macht das Material nicht langweilig oder vorhersehbar, sondern im Verlauf extrem spannend. Musikalisch erinnern die Komets beizeiten an kommerziellere Zeiten von Joni Mitchell, eine weniger süße Version von First Aid Kit oder eine folkige Variante von Haim. Perfekte Musik zum Seele baumeln lassen, handwerklich und gesangstechnisch perfekt, stets aber zugunsten des durch die Bank wunderbar gelungenen Songmaterials umgesetzt. Mehr ist eben manchmal nicht mehr und zerstört am Ende bloß den Moment! Wunderbares Album und ein absoluter Wahnsinn! Unbedingte Empfehlung! (Eigenverlag) H1

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