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„Neunkubikmeter“ – Kultur-Schaukasten in der Pustetpassage

Der Schaukasten wird Kulturschaffenden für jeweils drei Wochen zur Verfügung gestellt.

Noch bis Ende Dezember 2021 stellt das Kulturreferat gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Regensburg Akteurinnen und Akteuren aller Kultursparten einen Schaukasten in der Pustetpassage zur Verfügung, um einen temporären und einzigartigen Raum für Kunst, Kultur und interdisziplinäre Konzepte zu schaffen.

Das Kulturreferat stellt gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Regensburg Akteurinnen und Akteuren aller Kultursparten einen Schaukasten in der Pustetpassage zur Verfügung, um einen temporären und einzigartigen Raum für Kunst, Kultur und interdisziplinäre Konzepte zu schaffen. Dazu Kulturreferent Wolfgang Dersch: „Mit dem sehr speziellen Raum ‚NEUNKUBIKMETER‘ wollen wir ein ungewöhnliches Format wagen, das Künstlerinnen und Künstler auch in diesen unsicheren Zeiten inspiriert und ihnen Hoffnung geben kann. Seit Beginn der Corona-Krise arbeiteten das Kulturreferat und das Kulturamt der Stadt Regensburg an Möglichkeiten, Kulturakteure unserer Stadt zu unterstützen und Plattformen zu schaffen, wo Kunst und Kultur auch während dieser Zeit stattfinden können.“

Vom 3. Dezember 2020 bis 31. Dezember 2021 stellt das Kulturreferat gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Regensburg Akteurinnen und Akteuren aller Kultursparten einen Schaukasten in der Pustetpassage zur Verfügung, um einen temporären und einzigartigen Raum für Kunst, Kultur und interdisziplinäre Konzepte zu schaffen.

Als erster Künstler im Schaufenster gestaltet der Maler und Kulturförderpreisträger der Stadt Regensburg 2015 Stefan Bircheneder diesen speziellen Kunst- und Kulturraum. Der 1974 in Vilshofen geborene Künstler ist deutschlandweit mit seinen fotorealistischen Arbeiten bekannt geworden. Den temporären Raum NEUNKUBIKMETER wird er buchstäblich in einen „Guckkasten“ verwandeln: So wird ein neues Ölgemälde neben gemalten und gebauten Objekten auftauchen, die Grenzen zwischen Malerei und Installation, zwischen handwerklicher Virtuosität und gegenständlicher Lebendigkeit verschwinden lassen und zum genauen Hinsehen zwingen. Bircheneder wird die Strategie des Trompe-l’oeil in seiner Kunst durch die Distanz der Schaufensterscheibe erneut steigern, sodass das Spiel um Malerei und Wirklichkeit eine neue Dimension erfährt.

Vom 28. Januar bis 18. Februar 2021 wird der Kunst- und Kulturraum „neunkubikmeter“ in der Pustetpassage zur Bühne von Péter Dániel Matkaicsek und seinem künstlerischen Tanzfilm „The concept of imperfection“. Das 16-minütige Werk, das Tanz, Mensch und Emotionen in reduzierter Form zusammenbringt, wird vollflächig und raumbildend auf einer LED-Wand im Schaukasten „neunkubikmeter“ präsentiert. Regisseur Péter Dániel Matkcaicsek arbeitet seit seinem Studium an der „Hungarian University of Dance Arts“ als professioneller Tänzer an zahlreichen internationalen Theatern. Dadurch, so beschreibt er, habe er die Möglichkeit, viele verschiedene Menschen, Kulturen und künstlerische Ausdrucksformen kennenzulernen. Diese Begegnungen helfen ihm, einen Sinn für visuelle und musikalische Ästhetik zu entwickeln, welcher ihn bis heute prägt. Neben seiner Tätigkeit als Tänzer konzipierte er eine Reihe von bewegungsbasierten visuellen Kunstfilmen, unter anderem für das Regensburger Theater.

Die Choreografie „The concept of imperfection“ stammt von Sade Mamedova, die den künstlerischen Tanzfilm mit folgenden Worten beschreibt: „Der Beginn einer jeden Beziehung ist die Anerkennung der Realität des anderen. Zwei Menschen treffen sich zum ersten Mal, und während sie sich mit den Erscheinungen des anderen konfrontieren, begegnen sie sich selbst und ihren Verletzlichkeiten. Wofür schämen sie sich, wovor haben sie Angst, was sind ihre tiefsten Obsessionen und Wünsche, wie viel Schmerz tragen sie in sich und wie drücken sie Liebe aus. In den Beziehungen zu anderen offenbaren wir unser wahres Wesen. Sie hinterlassen eine Spur, und wenn sie weg sind, leben sie in uns weiter.“ Diese Konstellation und die damit verbundenen Emotionen bringen Tiana Lara Hogan und Andrés García Martínez im experimentellen zeitgenössischen Tanz zum Ausdruck.

Dieser Schaukasten NEUNKUBIKMETER wird dreizehn Monate lang als ungewöhnlicher Kunst- und Kulturraum den bildenden und darstellenden Künsten, der Literatur, der Medienkunst und allen Genres und Sparten zur Verfügung gestellt. Im dreiwöchigen Wechsel werden ungewöhnliche Ideen im ungewöhnlichen Format präsentiert und ein niederschwelliges Kulturangebot in den öffentlichen Raum gebracht. Mit NEUNKUBIKMETER reagiert das Kulturreferat gemeinsam mit dem Kulturamt auf die aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie. So Kulturreferent Wolfgang Dersch: „Mit dem sehr speziellen Raum ‚NEUNKUBIKMETER‘ wollen wir ein ungewöhnliches Format wagen, das Künstlerinnen und Künstler auch in diesen unsicheren Zeiten inspiriert und ihnen Hoffnung geben kann. Seit Beginn der Corona-Krise arbeiteten das Kulturreferat und das Kulturamt der Stadt Regensburg an Möglichkeiten, Kulturakteure unserer Stadt zu unterstützen und Plattformen zu schaffen, wo Kunst und Kultur auch während dieser Zeit stattfinden können.“

Der Schaukasten wird Kulturschaffenden für jeweils drei Wochen zur Verfügung gestellt. Bewerben können sich Akteure aus allen Kunst- und Kultursparten und den angrenzenden Disziplinen. Denkbar sind Ausstellungen, Installationen, kleine Performances, Videos, Schriftkunst, Literatur, Medienkunst und diverse Kollaborationen. Einzige Bedingung ist, dass der Schaukasten aus dem gängigen Werbeformat losgelöst wird. Reine Plakatierungen und Werbemaßnahmen erfüllen nicht den Zweck des temporären Kunst-, Kultur- und Ideenraums. Das Kulturamt übernimmt die Miete des Schaukastens sowie ein Honorar von 300 Euro (zzgl. USt.) und Materialkosten bis zu 300 Euro brutto. Konzepte und Ideen können in Form einer Bewerbung mit kurzem Lebenslauf und einem Gestaltungskonzept bis zum 11. Dezember 2020 unter kulturportal@regensburg.de eingereicht werden. Bei zu vielen Einreichungen entscheidet eine Jury.

Weitere Informationen zur Ausschreibung und zu den Bewerbungsmodalitäten sowie Fotos des Schaukastens unter www.regensburg.de/neunkubikmeter oder im Kulturamt unter Telefon 507-2410.

Fotokredit: Stadt Regensburg

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