altemaelze

Jylhä

Korpiklaani

Die finnische Folk Metal Band Korpiklaani veröffentlicht Anfang Februar ihr bereits elftes Album “Jylhä”. Wer z.B. auf Ingrimm oder auch Eluveitie steht, sollte hier mal reinhören.

Die finnische Folk Metal Band Korpiklaani veröffentlicht Anfang Februar ihr bereits elftes Album “Jylhä”. Nachdem mir die Band nur namentlich geläufig ist (hab sicher mal einen oder zwei Songs auf diversen Rock Hard/Metal Hammer-Heftsamplern gehört) und ich in diesem Genre nicht wirklich bewandert bin, kann ich nichts dazu sagen inwieweit sich das Album von den Vorgängern musikalisch oder qualitativ unterscheidet. Granatenmäßig produziert ist es auf alle Fälle und drückt ganz schön aus den Boxen. Auch, um was in den Songs an sich geht, muss unbeantwortet bleiben, da alles auf Finnisch gesungen wird, ein Sprache, die sich für das ungeübte Ohr schon etwas schräg anhört. Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass mir das Album recht gut gefallen hat. Es ist zwar recht lang ausgefallen mit über einer Stunde Laufzeit, bietet aber sehr zackig gespielten Metal mit fast durchgehend präsenter Doublebassdrum, wie beim an Judas Priest zu “Painkiller”-Zeiten erinnernden Einstiegssongs ebenso wie die Tracks #2 und #7. Der recht eigenwillige, etwas gröhlige und nicht sehr wandlungsfähige Leadgesang wird aber immer wieder durch sehr coole Chorgesänge unterstützt und macht es dann sehr anhörbar. Vermutlich gehört das aber zum Stil der Band und den Fan wird es nicht stören. Jedem Lied zu eigen sind die vielen Violinen und Akkordeonparts, die jedes Lied begleiten und im Falle der Violine sogar die “Soli” bestreiten. Wer nämlich Metal mit Gitarrensoli verbindet und erwartet ist hier nicht richtig, denn trotz gleich zweier Gitarristen gibt es nur Riffgeschiebe. Wer zudem Humpa, Polka und die oben erwähnten Instrumente nicht abkann, sollte hier lieber die Finger davon lassen. Aus dem Rahmen fallen ein paar Songs wie #3, der Dschingis Khan auf Metal Track, Song  #4, das mich irgendwie an die Heroes del Silencio erinnert, das sehr hymnische #5, #12, wo die Rednex auf den Don Kosaken Chor treffen und die coolste #13 mit seiner schon doomig, schleppenden Black Sabbath-Ausrichtung, gepaart mit einem fast schon lieblich, poppigen Refrain. Richtig ruhige Lieder gibt es dann nicht, maximal ein paar kurze Stellen hie und da.  Fazit: Schon irgendwie cooles Teil, das mir persönlich noch mehr munden würde, hätte es ein paar nette Gitarrensoli mit an Bord. Letzten Endes aber natürlich Geschmackssache. Wer z.B. auf Ingrimm oder auch Eluveitie steht, wird hier auf alle Fälle glücklich. Ich vergebe mal starke viereinhalb Punkte. Fans der Band oder des Genres an sich addieren noch einen Punkt dazu. Alle anderen checken mal lieber YouTube wo es den einen oder anderen Song in Form eines offiziellen Videos zum hören/schauen gibt, bevor sie einen Blindkauf wagen. (Nuclear Blast) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

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