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American Amadeues

John Diva & The Rockets of Love

John Diva & The Rockets of Love veröffentlichen im Januar 2021 ihr zweites Album „American Amadeus“. Der Titel ist zwar etwas hochtrabend, mit einem Augenzwinkern, denn natürlich ist diese Mucke so besonders nicht, aber beim Titeltrack „American Amadeus“ gibt es nicht nur ein witziges Video bei YouTube, sondern auch noch Falco’s „Rock me Amadeus“ in den Song integriert.

John Diva & The Rockets of Love veröffentlichen im Januar 2021 ihr zweites Album „American Amadeus“. Der Titel ist zwar etwas hochtrabend, mit einem Augenzwinkern, denn natürlich ist diese Mucke so besonders nicht, aber beim Titeltrack „American Amadeus“ gibt es nicht nur ein witziges Video bei YouTube, sondern auch noch Falco’s „Rock me Amadeus“ in den Song integriert. Generell wird auf dem Album guter sleaziger Rock/Hard Rock geboten, wie man ihn von Band wie Steel Panther (nur mit weniger versauten Texten) kennt, siehe die erste Singleauskopplung „Bling Bling Marilyn“. Der Sound erinnert auch an Poison zu „Flesh&Blood“-Zeiten – „Drip Drip Baby“ kommt schon verdammt nah an „Unsinny Bop“ ran – Alice Cooper (ohne Sleaze) oder Hanoi Rocks bzw. Michael Monroe. Das Album beeindruckt durch einen extrem starken Sänger, der aber ohne die klasse Backingband, und hier vor allem die wirklich hammermäßigen Gitarristen, die tolle Soli raushauen, wie beim sonst eher mit der akustischen Gitarre unterlegten „Movin’ Back To Paradise“, das recht relaxt rüberkommt und dafür hinten raus zwei schöne lange Soli aufbietet, nicht so zur Wirkung kommen würde. Natürlich hat die Band auch ein paar witzige Ideen mit eingeflochten, abseits von Falco. So gibt es gleich beim Einstieg zu „Voodoo Sex and Vampires“ ein Banjosolo plus Mundharmonika, während es beim nächsten Lied, dem bereits erwähnten „American Amadeus“, noch abgefahrene, sehr moderne Keyboardsounds usw. im Gesamtsound hat und mich irgendwie an SIXX A.M. erinnert. Gänzlich aus dem Rahmen fallen das an die Pretty Maids erinnernde „Karmageddon“ (längster und bester Song auf dem Album), der gute Laune-Rock’n‘Roll Song „This is Rock’n’Roll“ und die Country lastige Akustikgitarrenballade „2 Hears“, nur echt mit Lagerfeuer und Steelguitar. Das alles ist zudem von Michael Voss glänzend produziert und mich beschleicht das Gefühl, dass diese Jungs aus Deutschland kommen und eventuell unter einem anderen Bandnamen ganz andere Mucke abliefern. Sei es drum. Normal verdient das gute Stück sechs Punkte. Für die Veröffentlichungspolitik von Steamhammer/SPV ziehe ich mal einen halben Punkt wieder ab. Drei Bonustracks dem CD Käufer vorzuenthalten und diese nur auf der Schallplatte anzubieten (gleiches Spiel wie bei der neuen Evil Dead-Scheibe, nur dass es hier nur ein Lied war) geht natürlich gar nicht. Bei YouTube gibt es noch ein weiteres offizielles Video dann zu „Bling Bling Marilyn“. Sehr stark. (Steamhammer) HJH

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