altemaelze

No Cover

Ellefson

Bassist David Ellefson, besser bekannt natürlich als Mitglied von Megadeth, veröffentlicht mit seiner eigenen Band „Ellefson“ unter dem Titel „No Cover“ sein neues Album

Bassist David Ellefson, besser bekannt natürlich als Mitglied von Megadeth, veröffentlicht mit seiner eigenen Band „Ellefson“ unter dem Titel „No Cover“ sein neues Album. Im Gegensatz zum Albumtitel handelt es sich natürlich um ein reines Coversongalbum mit nur einem neuen eigenen Song. Warum man das Teil als Doppel-CD veröffentlicht, erschließt sich mir nicht so ganz. Da das Album grad mal 70 Minuten lang läuft, schmälert allerdings meinen Spass daran nicht. Musikalisch wird hier höchste Qualität geboten, die Produktion ist top. Das Cover selbst ist schon mal eine Art Hommage/Kopie von Def Leppard’s „On through the Night”. Folgerichtig gibt es auch eine starke Version von „Wasted“ zu hören. Erfreulich an der ganzen Chose ist die Tatsache, dass hier bis auf wenige Ausnahmen Songs gecovert wurden, die man sonst eben eher nicht covert. „Rebel Yell“ ist einer davon und gefällt mir hier gesanglich nicht. Da ziehe ich mal die Sinner-Version vor. Auch „Riff Raff“ trifft meiner Meinung nach gesanglich nicht den Ton des Originals. Ob man „Holiday in Cambodia“ bzw. „Sheer Heart Attack“ covern sollte, wo es extrem schwer ist an die Originalsänger ranzukommen?? Dennoch Chapeau! „Beth“ ist dafür eine wunderbar gesungene Version, auch „Love hurts“ trifft es perfekt. Generell kann hier jeder für seinen Geschmack was finden und „Sweet F.A“, „Say what you will“ von Fastway oder auch „Not fragile“ hätte man eher nicht erwartet. Ich hab alle Sweet-Alben und kenne auch BTO, hätte hier aber dann eher auf „Ain’t seen nothing yet“ getippt. Und dass sich außer UFO Fans noch jemand an die Band von Pete Way erinnert?? Der eigene Song „Downed“ ist eine leicht getragene, ich würde schon fast sagen, Grunge-Nummer, also eine Mischung aus Alice in Chains und den Beatles. Eventuell auch wegen Chip Z’Nuff ` von der Band Enuff z’nuff, die auch immer leichte Beatles-Einflüsse auf den Alben hatten und auch einige Songs gecovert haben. Sehr geschmeidig. Und mit massenhaft bekannten Musikerkollegen besetzt wie Charlie Benante (Anthrax), Eddie Ojeda (Twisted Sister), Brandon Yeagley (Crobot), Dirk Verbeuren (Megadeth), Frank Hannon und Troy Lucketta (Tesla), Mark Slaughter, Jason McMaster (Dangerous Toys, Ex-Watchtower, Evil United), Greg Handevidt (Kublai Khan, Ex-Megadeth), Chuck Behler (Ex-Megadeth), Gus G, John Aquilino (Icon), Doro Pesch, Dave McClain (Sacred Reich, Ex-Machine Head), Dave Alvin (White Trash), Todd Kerns (Slash & The Conspirators),  Andrew Freeman (Last In Line), Jacob Bunton (Mick Mars), Al Jourgensen (Ministry), Russ Parrish (Fight), Dead By Wednesday usw. ist dieses Album dann doch eine Kaufempfehlung. Ich vergebe mal sechs Punkte, auch wenn man wie bei Best-Of oder auf Live-Alben keine Bewertung vergeben sollte.  (earMusic/Edel) HJH

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